Ein Kommentar von Götz Middeldorf

„Ich habe nichts gegen Fremde – aber vor meiner Haustüre sollen sie nicht wohnen!“ Nicht so deutlich wurde es am Dienstag Abend ausgesprochen, aber das war der Tenor der meisten Wortmeldungen bei der Bürgerversammlung. Das ist einfach nur perfide. Wir als Düsseldorfer, die in einer reichen, wohlhabenden Stadt leben, sollten uns schämen, wenn wir nicht in der Lage sind Menschen aufzunehmen und willkommen zu heißen, die vor Krieg, Verfolgung und Angst um ihr Leben aus ihrer Heimat zu uns geflüchtet sind. Lasst es uns positiv sehen wie Pfarrerin Oswald aus Gerresheim: Diese Menschen vieler Nationen, so sagt sie, sind eine Bereicherung für uns. Wir müssen es nur annehmen!

Ich jedenfalls, der an der Bergischen Landstraße wenige Meter entfernt lebt von der geplanten Flüchtlingsunterbringung Blanckertzstraße, freue mich auf meine künftigen Nachbarn. Und ich finde es toll, dass es noch andere Ludenberger gibt, die das auch tun – auch wenn es noch zu wenige sind.