„Ein guter Tag für Düsseldorf!“

Zwei voll besetzte Waggons unterzogen die frisch verlegten.
Zwei voll besetzte Waggons unterzogen die frisch verlegten.
Foto: Christian Stahl
Was wir bereits wissen
Die Gleise auf der Strecke der Wehrhahn Linie sind nun vollständig verlegt. Die Jungfernfahrt im „Cabrio Zug“ bot am Mittwoch erste Einblicke.

Düsseldorf..  Der Bau der Wehrhahn-Linie nähert sich mit großen Schritten der Vollendung! Nach dem ersten Spatenstich am 28. November 2007 arbeiten seit nunmehr über sieben Jahren insgesamt 3150 Menschen an der Vollendung des Mammut-Projekts. Am 20. Februar wird die neue U-Bahn-Verbindung vom Wehrhahn in Richtung Bilk eröffnet. Am Mittwoch gab es einen ersten Einblick in die 3,4 Kilometer lange unterirdische Strecke der Wehrhahn-Linie, in der die Gleise jetzt durchgehend verlegt sind.

„Das ist ein guter Tag für die Stadt Düsseldorf!“, freute sich Verkehrsdezernent Stephan Keller, bevor in einem improvisierten „Cabrio-Zug“ mit Dieselantrieb zum ersten Mal die sechs unterirdischen Bahnhöfe der Linie befahren wurden. Bei strahlendem Sonnenschein rollten zwei vollbesetzte, offene Waggons in den unterirdischen Tunnel und unterzogen die frisch verlegten Gleise einer ersten kleinen Belastungsprobe. Im Inneren des Tunnels, vor allem an den sechs zukünftigen Haltestellen der Wehrhahn-Linie wurde unbeeindruckt von den ungewohnten Besuchern weiter mit Hochdruck an der Vollendung der Strecke gearbeitet.

Im Mai erste Testfahrten

„Mit der Fertigstellung und vorläufigen Abnahme des gesamten 3,4 Kilometer langen Gleiskörpers der Whrhahn-Linie Anfang April und dem Abschluss der Montage des Fahrdrahtes Ende dieses Monats sind termingerecht weitere Meilensteine des Projektes erreicht“, fügte Keller hinzu.

Nach der Verlegung der Gleise auch im zentralen Bereich des U-Bahnhofes Heinrich-Heine-Allee und der Fertigstellung des Fahrdrahtes und der Stromeinspeisung können im Mai die ersten Testfahrten der neuen Linie beginnen. Hierbei werden insbesondere die neue Zugsicherung und weitere Komponenten des betrieblichen Ausbaus geprüft und für die Abnahme vorbereitet.

Nach der fachtechnischen Prüfung und der Abnahme der Zugsicherung im Juli gibt’s dann den Systemtest der Gesamtstrecke, so dass im Oktober nach „vorläufiger Inbetriebnahme“ der Strecke der Probe- und Ausbildungsbetrieb für die Fahrerinnen und Fahrer der Rheinbahn beginnen kann.

Parallel laufen die Arbeiten des architektonischen und künstlerischen Ausbaus der Strecke auf Hochtouren. Bei einem Fertigstellungsgrad von 70 Prozent ist das Ziel, an den ersten drei Advents-Samstagen jeweils einzelne U-Bahnhöfe vor der Inbetriebnahme zur Besichtigung freizugeben. So sollen etwa die Kunstprojekte „Spur X“ in der Station Kirchplatz oder Ralf Brögs Projekt „Drei Modellräume“, den Fahrgästen der Rheinbahn die Wartezeiten am Bahnsteig versüßen.

Keine Unfälle auf der Baustelle

Alles nach Plan also beim Bau der neuen Linie! Für Verkehrsdezernent Stephan Keller ist allerdings Eins am wichtigsten: „Wir sind unglaublich froh, dass wir bislang keinerlei Unfälle auf der Baustelle hatten und hoffen, dass das bis zur Eröffnung auch so bleibt.“