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Düsstanbul - Auf dem Rhein startet bald das Dönerschiff

21.08.2013 | 17:53 Uhr
Düsstanbul - Auf dem Rhein startet bald das Dönerschiff
im September beginnt der Döner-Verkauf auf dem Schiffchen "Düsstanbul". Foto: privat

Bei Hüseyin Soylu ist alles im Fluss: Nach langer Vorbereitungszeit geht im September endlich in Düsseldorf sein Dönerschiff an den Start. Die schwimmende Döner-Bude wird im Golzheimer Jachthafen ankern. Sie ist die erste ihrer Art auf dem Rhein. Der "Dönermann" freut sich - und hat einen Traum.

In Düsseldorf wird das erste Döner-Schiff auf dem Rhein im September den Betrieb aufnehmen. Ankern wird die schwimmende Döner-Bude im Golzheimer Jachthafen, der "Marina Seestern". Der Name des kleinen, rot-weißen Bootes, das mit Döner-Grill und Friteusen ausgestattet ist: Düsstanbul. Bis zum Start hatte es etwas gedauert. Die Hürden der Bürokratie: Baugenehmigung und Gewerbeanmeldung haben auf sich warten lassen. Jetzt ist alles da. Und schon bald werden auf der Düsstanbul die ersten Dönertaschen verkauft. Auftakt ist am Samstag, 7. September, wenn in Golzheim das große Straßenfest gefeiert wird.

Voller Tatendrang, voller Vorfreude

Schon mit seinem Stand an der Celilienallee lockte Hüseyin Soylu viele Kunden an.Foto: Uwe Schaffmeister / WAZ FotoPool

"Endlich geht es los", sagt Hüseyin Soylu, der sich im Internet als "Dönermann" vorstellt. Mehrere Hundert Leute haben auf seiner Facebook-Seite schon auf "Gefällt mir" geklickt. "Die warten schon richtig darauf, dass es endlich auf der Düsstanbul losgeht. Ich bin voller Tatendrang und voller Vorfreude", sagt Soylu. Schon jetzt verkauft der 45-Jährige Döner und türkische Spezialitäten, nur etwa 250 Meter entfernt von seinem Schiffsliegeplatz. Seit etwa 20 Jahren ist er im Geschäft.

Soylu ist in Düsseldorf ein bekannter Mann. Der Grund: 2011 hatte er mit seinem Dönerverkauf einmal Ärger mit der Stadt. Das türkische Konsulat, bisher ebenfalls wie Soylu an der Cecilienallee, sollte umziehen. Und damit wäre auch die Genehmigung für den mobilen Imbiss erloschen. „Ich weiß nicht, was ich machen soll“, klagte Soylu damals. „Ich würde gerne an dieser Stelle bleiben.“ Doch an der Cecilienallee waren eigentlich keine Verkaufsstände erlaubt. Soylus Ausnahmegenehmigung wurde mit der Verpflegung der türkischen Besucher und Mitarbeiter des benachbarten Konsulats begründet. Viele Döner-Fans setzten sich für ihn ein. Und am Ende durfte Soylu dann doch bleiben. Solange bis das Konsulat weggezogen ist. Das Dönerschiff könnte man also durchaus als Beitrag zur längerfristigen Sicherung seiner Existenz sehen.

Das Logo des neuen Gastro-Betriebs findet sich bereits auf T-Shirts wieder.

Ein Zeichen der Völkerverständigung

Düsstanbul: Der Name des Schiffes soll ein Zeichen der Völkerverständigung sein. "Düsseldorf und Istanbul haben einiges gemeinsam, das möchte ich auch mit unserem Logo zum Ausdruck bringen." Es zeigt die beiden Städte (links Düsseldorf, rechts Istanbul) verbunden durch eine Brücke. "Die Rheinbrücke geht darauf fließend in die Bosporus-Brücke über, in der Mitte steht der Istanbuler Mädchenturm." Soylus Wunsch: Düsseldorf und Istanbul sollten Partnerstädte werden. Der Haken: Istanbul hat bereits eine Partnerstadt in der Region - Köln.

Tobias Appelt



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