Düsseldorfs Pannen-Aufzug
21.01.2011 | 17:33 Uhr 2011-01-21T17:33:00+0100Düsseldorf. Der erste Rheinbahn-Schrägaufzug ist in wenigen Tagen zum zweiten Mal ausgefallen. Sackgasse für Rollstuhlfahrer.
Der Haltepunkt Tonhalle galt einst als Düsseldorfs teuerste oberirdische Stadtbahn-Haltestelle, musste doch wegen der hohen Lage an der Oberkasseler Brücke extra ein Lift eingebaut werden. Und was für einer! 1988 bekam die Rheinbahn ihren ersten Schrägaufzug. Ein Prototyp, damals eine Neuentwicklung, heute offenbar ein Pannenlift. Denn innerhalb von nur wenigen Tagen wurde der Betrieb des Aufzuges zum zweiten Mal eingestellt. Die Fahrgäste müssen die Treppe benutzen.
Für Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer ist das eine Zumutung. Sie können an der Haltestelle Tonhalle nicht mehr aussteigen. Auch eine Rolltreppe gibt es dort nicht. Wer zur Konzerthalle oder zum Ehrenhof will und auf einen Aufzug angewiesen ist, muss bis zum U-Bahnhof Heinrich-Heine-Allee fahren - und von dort einen weiten Fußweg zurücklegen - oder ein Taxi nehmen. „Es gibt leider keine andere Möglichkeit“, bedauert Rheinbahn-Sprecherin Heike Schuster.
Erst vor zwei Jahren war der Aufzug generalüberholt worden. Am 30. Dezember blieb er plötzlich stecken: Lagerschaden. Erst am 4. Januar konnte er repariert werden. Doch nach nur wenigen Tagen machte der Lift wieder schlapp. Die Spule eines Elektro-Magneten brannte vor zwei Tagen durch, so, dass eine Sperrvorrichtung nicht mehr funktionierte. Normalerweise muss sich ein Arm öffnen oder schließen, sobald der Lift seine Position erreicht oder losfährt. Die Reparaturarbeiten dauern bis zum 25. Januar an.
Die Rheinbahn verfügt über sieben weitere Schrägaufzüge in den U-Bahnhöfen Heinrich-Heine-Allee, Handelszentrum, Kettwiger- und Ellerstraße.
Der letzte U-Bahnhof
ohne Fahrstuhl
Bis auf den Haltepunkt U-Bahnhof Nordstraße haben heute alle U-Bahnhöfe mindestens einen Aufzug. Zuletzt wurde vor Monaten der Lift der Station Klever Straße nach jahrelanger Verzögerung endlich in Betrieb genommen.
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