Kommentar
Düsseldorfs Gabentisch
23.12.2009 | 19:12 Uhr 2009-12-23T19:12:00+0100Was wünscht man Düsseldorf für den Gabentisch? Der Stadt, die alles hat? Die mit ihrem Geld noch Stärke vorzeigen kann, während ringsum den Anderen längst die Ideen ausgegangen sind, wo sie noch sparen sollen?
Wünschen wir Düsseldorf doch eine ganze Tüte voll Kreativität und Dynamik. Das kann die Stadt gebrauchen. Sie wird die Zukunft nicht mit einem allzu schlichten „Weiter so” meistern können. Sie muss dazulernen und umsteuern, gestalten und nicht nur verwalten. Es ist nicht alles nur Kö-Bogen, was glänzt.
Wünschen wir der Wirtschaft und Düsseldorf eine glückliche Hand für das eigentliche Krisenjahr 2010, für die Bewältigung von Arbeitslosigkeit und sozialen Verwerfungen. Wünschen wir, dass eine Sparpolitik zu Lasten der Kommunen - nach der Landtagswahl! - der reichen Stadt nicht die Kraft der Impulsgebung raubt. Und hoffen wir, dass Düsseldorf tatsächlich Impulse setzt: Die Stadt darf nicht Insel der Glückseligen sein, sondern auch starker Partner im Netzwerk darbender Nachbarstädte.
Und wenn Arroganz und Schaukämpfe im Rathaus durch ein Paket Bescheidenheit zum Miteinander verwandelt werden - dann wäre der Gabentisch proppevoll.
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