Düsseldorfs boomender Hotel-Markt

Düsseldorf ist immer eine Reise Wert. Nicht nur für Geschäftsleute sondern auch für Städte-Touristen. Deren Zahl steigt. Davon profitieren nicht nur Nobel-Hotels wie das Hyatt im Medienhafen (Foto) sondern vor allem Häuser im Mittelklasse-Segment. Auch deren Zahl nimmt in Düsseldorf zu.
Düsseldorf ist immer eine Reise Wert. Nicht nur für Geschäftsleute sondern auch für Städte-Touristen. Deren Zahl steigt. Davon profitieren nicht nur Nobel-Hotels wie das Hyatt im Medienhafen (Foto) sondern vor allem Häuser im Mittelklasse-Segment. Auch deren Zahl nimmt in Düsseldorf zu.
Foto: www.blossey.eu
In fünf Jahren ist die Zahl der Betten in der Landeshauptstadt um 20 Prozent auf derzeit 25 843 gestiegen – und weitere Hotels stehen in den kommenden drei Jahren vor der Eröffnung.

Düsseldorf..  In Düsseldorf gab es Ende vergangenen Jahres 229 Beherbergungsbetriebe – von der preisgünstigen Pension bis zum 5 Sterne-Plus-Hotel. Die haben zusammen 25 843 Betten. Von 2009 bis 2014 ist das Angebot an Betten in Düsseldorf um 20 Prozent gestiegen.

Und der Trend geht weiter nach oben. „Bis Anfang 2018 wird es 1500 zusätzliche Zimmer geben“, sagt Ulrich Biedendorf, Hotel-Experte der Industrie- und Handelskammer (IHK). Neu eröffnen werden unter anderem das Lindner (Oststraße/Ecke Immermannstraße) oder das Holiday Inn Express am Wehrhahn. An der Toulouser Allee sind mit einem Holiday Inn und einem B&B gleich zwei neue Hotels geplant. Zusätzliche Häuser entstehen an der Mercedesstraße in Derendorf oder auf dem Gelände der alten Paketpost an der Erkrather Straße.

„Wirt freuen uns, wenn eine Stadt wie Düsseldorf einen attraktiven Hotel-Standort mit einem breiten Spektrum bietet“, heißt es vom Hotel- und Gaststätten-Verband (Dehoga). „Das wertet den Markt auf, befeuert den Wettbewerb und ist positiv zu sehen.“ Auf der anderen Seite will der Dehoga aber keinen Verdrängungswettbewerb: „Man muss sich die Frage stellen, ab wann der Wettbewerb ruinös wird.“ Schon jetzt sei ein Verdrängungswettbewerb zu spüren, der weniger die Hotel-Ketten trifft sondern die Privat-Hoteliers. „Das geht auf die Preise“, so der Dehoga.

Ähnlich sieht das die IHK. Wenn das Wachstum an Hotel-Gäste in Düsseldorf wie bisher zunimmt, gibt der Markt weitere Hotel-Kapazitäten her Aber, so die IHK: Wachstum fällt nicht vom Himmel. „Dafür muss man was tun“, sagt IHK-Experte Biedendorf. Dazu zählt er die Neuausrichtung der Vermarktung Düsseldorfs bei der stadteigenen Tourismus-Gesellschaft DMT.

Aber auch die Hoteliers sieht der IHK-Mann in der Verantwortung, um auf die wachsende Konkurrenz zu reagieren. Sie müssen zum einen investieren, wie es beispielsweise die Nobel-Herberge Steigenberger getan hat. Oder sich Nischen suchen. Das van der Valk in Rath hat sich auf Flughafen, Messe und Arena spezialisiert, das Tulip Inn an der Arena auf Sport-Gäste: Hier steigen oft Teilnehmer von Leistungs-Checks des Deutschen Fußballbundes ab oder von Trainingslagern japanischer oder arabischer Fußballmannschaften. „Die Hotels müssen einfach mal kreativ sein“, sagt Biedenkopf.

Auffallend ist, dass in Düsseldorf vor allem das Segment im Mittelklasse-Bereich zunimmt. Dazu zählen nach der Eröffnung des Motel One an der Immermannstraße in Bahnhofsnähe im Sommer 2013 auch der geplante Bau des Holiday Inn-Express am Wehrhahn: Gute 3 Sterne-Häuser, die einen fairen Preis bieten, durchaus mit 4 Sterne-Standard mithalten können und vor allem Wochenend-Touristen und Städtereisende anziehen.

Deren Zahl ist sowieso schon auf dem steigenden Ast. Seit Jahren steigt die Zahl der Gästeübernachtungen: Mit 4,5 Millionen Übernachtungen gab es vergangenes Jahr einen neuen Rekord – und die Zahl der Nicht-Geschäftsleute steigt ständig.