Düsseldorfer Zöllner finden Teile geschützter Pflanzen

Die Beutel mit den verbotenen Pflanzenteilen.
Die Beutel mit den verbotenen Pflanzenteilen.
Foto: Zoll
Was wir bereits wissen
Das angeblich zuckerhaltige Erkältungsmittel entpuppte sich als indische Kostuswurzel . Die ist vom Aussterben bedroht.

Düsseldorf..  32 Päckchen mit chinesischen Schriftzeichen und einen Beutel mit knapp 1,5 kg einer bräunlichen Substanz wollte eine 42-jährige Reisende am Düsseldorfer Flughafen nach Deutschland einführen.

Zöllner kontrollierten die Reisende, als sie mit ihrem Gepäck den Zollbereich durch den grünen Ausgang für anmeldefreie Waren verlassen wollte. Auf Befragen gab sie an, dass es sich bei den Päckchen um ein Erkältungsmittel gegen Fieber und ähnliche Erkrankungen handele. In dem größeren Beutel befände sich lediglich Zucker.

Nach bisheriger Recherche und Rücksprache mit den Kollegen vom Frankfurter Flughafen handelt es sich bei den Substanzen jedoch um Präparate aus zerriebener indischer Kostuswurzel, die u. a. in der chinesischen Medizin Anwendung finden. Da die indische Kostuswurzel vom Aussterben bedroht ist, ist die Einfuhr nach der Artenschutzverordnung verboten.

„Beim Thema Artenschutz denken viele Reisende nur an präparierte Tiere. Dabei sind wesentlich mehr Pflanzen- als Tierarten geschützt“ so Michael Walk, Pressesprecher des Hauptzollamts Düsseldorf.

Die Zöllner stellten die Präparate sicher und leiteten gegen die Beschuldigte ein Strafverfahren wegen eines Verstoßes gegen die Artenschutzverordnung ein. Nach Beendigung des Verfahrens werden die Präparate vernichtet.