Düsseldorfer Winter in allen Facetten

Den Spaziergängern in Düsseldorf wird das klirrend kalte, aber sonnige und trockene Wetter in den nächsten Tagen Freude bereiten
Den Spaziergängern in Düsseldorf wird das klirrend kalte, aber sonnige und trockene Wetter in den nächsten Tagen Freude bereiten
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Glätte und Eishagel sorgten am Mitwoch Morgen für Verkehrschaos rund um die Düsseldorfer City. Indes freuen sich die Spaziergänger auf trockenes und sonniges Wetter in den nächsten Tagen.

Düsseldorf..  Niederschläge und nächtlicher Frost waren angekündigt. Dass viele Düsseldorfer Straßen am Mittwoch aber bis in den Vormittag hinein derart gefährlich glatt waren, stellte viele Autofahrer vor Probleme. Kilometerlange Staus rund um die City in der morgendlichen Rush-Hour und genervte Pendler. Viele kamen zu spät zur Arbeit.

„Das Problem ist, dass die Bedingungen lokal sehr unterschiedlich sind“, sagte Awista-Sprecher Ralf Böhme der NRZ. „In den höher gelegenen Stadtteilen wie Hubbelrath oder Grafenberg liegt Schnee und die Straßen sind total vereist, woanders wiederum nicht. Da fällt es den Verkehrsteilnehmern schwer, sich richtig einzustellen.“ Die Stadtreinigung überließ nichts dem Zufall, rief gestern früh um 5.30 Uhr „Streustufe 1“ aus: 20 große Winterdienstfahrzeuge räumten die Straßen im gesamten Stadtgebiet auf insgesamt 1400 Kilometern Länge, dazu waren 14 kleinere Fahrzeuge für die Radwege unterwegs, außerdem 22 so genannte Pritschenwagen für Überwege wie Zebrastreifen. „Wir werden auch in den nächsten Tagen in den Startlöchern stehen“, verspricht Böhme.

Positiv verwundert zeigten sich indes die Verantwortlichen der Polizei, „denn es gab keine auffällige Unfalllage“, so Sprecher Markus Niesczery.

Schon am Dienstagabend war in Düsseldorf ein enormer Eishagelschauer niedergegangen. Innerhalb kürzester Zeit sorgten die dicken Körner für eine Schnee- und Eisdecke. Im gesamten Rheinbahngebiet konnten die Busse daher nicht planmäßig fahren und hatten teilweise große Verspätungen, da sie auf die Streuwagen warten müssen. Besonders im Kreis Mettmann müssen viele Linien abgebrochen oder umgeleitet werden. Der Eishagel wurde für viele Autofahrer gefährlich, da die Hagelkörner sofort für eine spiegelglatte Rutschbahn sorgten. Auch Fußgänger kamen unter ihren Schirmen nur mit Mühe voran.

Noch am Morgen danach waren die Straßen Düsseldorfs vereist. Wer mit dem Auto in die City wollte, musste viel Zeit einplanen. Überall Staus und stockender Verkehr. Auch die meisten Autobahnen rund um die Landeshauptstadt waren im Berufsverkehr dicht: Gegen acht Uhr wurden auf der A 3 zwischen Oberhausen und dem kreuz Hilden 25 Kilometer Stau gemeldet.

„Business as usual“ meldete hingegen der Düsseldorfer Airport. „Bei dem kritischen Wetter haben wir die Rollfelder rechtzeitig präpariert“, sagte gestern Flughafen-Sprecher Thomas Kötter. „Es gab keine Flugausfälle, alles verlief reibungslos.“

Die Unfallgefahr durch Blitzeis wird in den nächsten Tagen abebben. Angekündigt ist schönes Wetter ohne Niederschläge. Dennoch appelliert die Polizei, sich im Straßenverkehr den äußeren Bedingungen anzupassen. „Früher losfahren und mehr Zeit einplanen, defensiv fahren, möglichst nicht überholen und sich immer der Geschwindigkeit anpassen“, so Sprecher Niesczery.