Düsseldorfer Studenten bleiben hart beim Uni-Streik
21.11.2009 | 00:10 Uhr 2009-11-21T00:10:00+0100
Düsseldorf. Der Hörsaal 3D bleibt besetzt. Trotz eines Gespräches zwischen Studierenden und dem Prorektor wollen die Studenten der Uni Düsseldorf nicht weichen. Die Besetzer befürchten, dass der Saal im Laufe des Wochenendes polizeilich geräumt werden könnte.
Seit drei Tagen halten Studierende der Universität Düsseldorf den Hörsaal 3D besetzt. Die Proteste richten sich gegen die aktuelle Bildungspolitik. Am Freitag Abend fand laut einer Pressemitteilung der Studenten ein Gespräch zwischen dem Prorektor der Uni und den Studierenden statt. Das Rektorat habe vorab ausdrücklich um ein solches Treffen gebeten.
Keine konkreten Ergebnisse
"Die Studierenden stellten dem Prorektor ihren am Tag zuvor in einer vierstündigen Sitzung des Plenums ausgearbeiteten Forderungskatalog vor und diskutierten diesen mit ihm. Es stellte sich heraus, dass man bei vielen Punkten zwischen den Studierenden und dem Rektorat einen Konsens erreichen könnte. Da viele Forderungen nicht in den Aufgabenbereich des Rektorats, so Prorektor Schmitt, fallen, sondern Aufgabe der Politik oder einzelner Dekanate und Akkreditierungsräte seien, konnten keine konkreten Ergebnisse erzielt werden.", heißt es in der Pressemitteilung.
Eine Räumung wurde während des Gesprächs offenbar vorerst ausgeschlossen. Daher blieben die Studierenden in dem Glauben, dass eine Räumung vorerst auch nicht geplant werde. Der persönliche Referent des Rektors habe versprochen, dass es eine Aussprache des Rektors mit den Studierenden geben werde, sobald dieser aus Asien zurück gekehrt sei. Dieses Treffen sollte am Montag in einem anderen Hörsaal stattfinden, was die Studierenden allerdings ablehnten.
Studenten fürchten Räumung am Wochenende
"In einem später folgendem Telefonat zwischen dem persönlichen Referenten und einem Vertreter der Presse- und Öffentlichkeits- AG ließ ersterer durchblicken, dass bei einer weiter andauernden Besetzung des Hörsaals 3D der Rektor auf sein Hausrecht bestehen wird, was eine polizeiliche Räumung im Laufe dieses Wochenendes befürchten lässt. Auf Nachfragen, welche Probleme für das Rektorat mit der Besetzung einhergehen, führte der persönliche Referent des Rektors lediglich an, dass durch die Besetzung der Lehrbetrieb behindert werde. Der Vertreter der Presse- und Öffentlichkeits- AG bot an, dem Plenum vorzuschlagen, den Hörsaal für Vorlesungen und Seminare trotz der Besetzung zur Verfügung zu stellen, um den reibungslosen Ablauf des Lehrbetriebes gewährleisten zu können. Bisher wurde uns aber versichert, dass keine Veranstaltung aufgrund dieser Besetzung ausfallen musste", heißt es weiter.
Deshalb haben die Studierenden in der abendlichen Plenumussitzung einstimmig beschlossen, den Hörsaal zu halten.
21:32
Vorurteile und Intoleranz! Immer sind es die bösen Linken! Vielleicht sollte man einmal genauer hinsehen?
Dann würde man erkennen, dass es sich um alle möglichen Studenten handelt, die eben bestehendes Unrecht und nicht einfach hinnehmen wollen! Und das ist auch gut so!
Denn es muss sich endlich etwas ändern!
16:14
Eine Minderheit von ultralinken SoWi-, Politik-, Philosophie- und Pädagogikstudenten, denen es überhautp nichts ausmacht, wenn ein paar Lehrveranstaltungen ausfallen, versuchen ihre verquerten Ansichten auf Kosten der anderen Studenten durchzudrücken
sag doch gleich sowas wär früher vergast worden.
12:30
Seit Dienstag, dem 17.11.2009 halten die Proteste der Studierenden an. In einer von ca. 3.000 Bochumer Studierenden verabschiedeten Resolution werden die Forderungen und Diskussionswünsche der Studierenden bekannt gegeben.
Im Anschluss an die Vollversammlung am Donnerstag blieben die Studenten im Audimax.
Dort ist jeder willkommen, der sich aktiv an Gesprächen und der Organisation des weiteren Bildungsstreikes beteiligen möchte.
Durch die Besetzung werden keine Lehrveranstaltungen gestört. Es finden Podiumsdiskussionen und Arbeitskreise statt, zu denen alle Interessierten eingeladen sind.
Die Studierenden hoffen auf weitere breite Unterstützung sowohl auf Seiten anderer Studierender, als auch aus Politik und Wirtschaft.
Themen sind neben Studienfinanzierung und Hochschulpolitik auch die Modifikation des Bachelor-Master-Systems und des allgemeinen Stellenwertes von Bildung in unserer Gesellschaft.
10:43
Eine Minderheit von ultralinken SoWi-, Politik-, Philosophie- und Pädagogikstudenten, denen es überhautp nichts ausmacht, wenn ein paar Lehrveranstaltungen ausfallen, versuchen ihre verquerten Ansichten auf Kosten der anderen Studenten durchzudrücken.
Warum schließen sich die somit an der zügigen (und dadurch möglichst kostengünstigen) Durchführung ihres Studiums behinderten Studenten nicht zusammen und vertreiben das Kommunistenpack?
09:38
Man aus der Wirtschaft vielerorts schon sorgenvoll, wo sie demnächst denn qualifizierte Akademiker herkommen sollen.
Auch wenn die Prüfungsäffchen aus den neuen Studiengängen als Berufsanfänger vielleicht schneller produktiv werden, so fehlt es dann doch mittelfristig an vielen.
Übrigens, ein Blick in die verschiedenen Communities und man sieht das die Unterstützung sehr viel grösser ist als die traditionelle Medien einen glauben machen.
Wenn sich dann bestimmte Menschen hinstellen und verlangen, das Proteste nur dann ernsthaft sind wenn Strassen brennen ist das alles andere als staatstragend.
Studenten die studieren und demonstrieren und so beweisen das sie mit knappen öffentlichen Mitteln verantwortungsbewusst umgehen, lassen zumindest darauf hoffen, das die zukünftigen Leistungsträger zumindest eine höhere Moral haben als die Einheizer hier im Forum.
09:01
Ich will der Todfeind dieser bürgerlichen Gesellschaft und dieser Staatsordnung bleiben um sie in ihren Existenzbedingungen zu untergraben und sie, wenn ich kann, beseitigen!
August Bebel, Vorsitzender der SPD
14:01
@jcm Oder kaputtfüttertn! ;D
Aber ich weiß was du meinst...
11:32
Natürlich wird in Kürze geräumt - nicht, dass das Gebaren des Zivilen Widerstandes sich auch noch zum Flächenbrand ausweitet...
@#11tt...
Nicht aufregen: der dumme Wähler sowie muckl sind ausgewiesene Trolle, don´t feed, ya know...
11:06
So dann erleuchten sie mich bitte bei der Höhe (der Schulgelder), weil das ist mir vollkommen neu, höre ich heute zum ersten Mal.
Hm, ich denke nun argumentieren sie meiner Meinung nach die die völlig falsche Richtung.
Strassen werden von jedermann genutzt, das stimmt, aber irgendwie kann ich mit ihrem Vergleich wenig anfangen... Oder wollen Sie jetzt auch Kindern und Hunden oder den Vögeln Geld abknöpfen, weil sie diese benutzen?
Zum Thema öffentliche Verkehrsmittel: Natürlich benutze ich die, aber jeder Student BEZAHLT auch für dessen Benutzung, wie jeder andere auch!
Solidarisch heißt auch, das wenn jmd es nicht mittragen kann, die anderen es für ihn machen!!!
Und Studenten sind nunmal wie Schüler, Auszubildene oder Kinder (und Tiere) meiner Meinung nach dazu nicht in der Lage.
Welche Aussagen Sie früher ertragen mussten weiß ich persönlich nun nicht, aber ich habe mit mit vielen älteren Menschen unterhalten, die ebenfalls studiert haben udn bei denen sah s nunmal komplett anders aus. Viele sind zudem der Meinung, das sei unter den heutigen Bedingugen ihr Studium niemals abgeschlossen hätten.
Und eins versteh ich zudem nicht:
Wenn sie das Schulgeld und die soziale Ungerechtigkeit, die sie anscheinend doch wahrnehmen SO aufregt, wieso sind Sie dann nicht unserer Meinung? Bis jetzt konnte ich ihn ihren Gegenargumenten nichts finden wofür wir Studenten uns nicht auch einsetzen!
Ich denke Sie sind so links eingestellt!? Oder doch nur in den Punkten wo es Ihnen passt!?
Jetzt bedauere ich gerade die Möglichkeit, das wir uns nicht persönlich gegenüber stehen. Um Ihnen das zu erklären reicht meiner Meinung eine schriftliche Diskussion bei weitem nicht aus.
10:40
#7
Keine Ahnung, auf welcher Ganztagsschule SIE waren, aber auch hier ändern sich die Zeiten und ein Schulgeld ist Pflicht. Ich bin nicht so dumm wie Sie anscheinend meinen, aber Bücher, Papier usw. müssen von uns Eltern auch extra gezahlt werden! Und das Schulgeld für eine ganz normale städtische Grundschule oder die Elternbeiträge für einen städtischen Kindergarten sind höher als Ihre Studiengebühr!
Und mal so nebenbei....welche Strassen, Unis, öffentliche Verkehrsmittel (um nur einiges zu nennne) nutzen Sie!? Diese Dinge werden auch mit Steuergeldern finanziert in die Löcher in ALLE Kassen reissen...! Und da sind auch die Studenten gefragt dies solidarisch mitzutragen! Ich denke Sie sind so links eingestellt!? Oder doch nur in den Punkten wo es Ihnen passt!?
Und, woher wollen Sie wissen, welche Aussagen ich / wir früher ertragen mussten!?