Düsseldorfer Rheinbahn startet Bau der neuen Verwaltung

Rheinbahn-Vorstandssprecher Dirk Biesenbach (links) beim symbolischen Spatenstich auf dem ehemaligen Betriebshof-Parkplatz in Lierenfeld.
Rheinbahn-Vorstandssprecher Dirk Biesenbach (links) beim symbolischen Spatenstich auf dem ehemaligen Betriebshof-Parkplatz in Lierenfeld.
Foto: Rheinbahn
Was wir bereits wissen
Das neue Rheinbahnhaus in Lierenfeld soll 2016 fertiggestellt werden, die Verwaltung 2017 dorthin umziehen. Später soll auch die Leitstelle folgen.

Mit einem gemeinsamen Spatenstich vollzogen die Vorstände Dirk Biesenbach und Klaus Klar am Freitag den symbolischen Baustart für das neue Rheinbahnhaus in Lierenfeld auf einem Teilstück des ehemaligen Betriebshof-Parkplatzes an der Lierenfelder Straße. Im Hintergrund arbeiteten da bereits die Arbeiter mit größerem „Werkzeug“, da Rheinbahn und Baufirma keine Zeit verlieren mochten: Seit dem 4. Mai laufen die vorbereitenden Arbeiten, wurden Teile des Parkplatzes entfernt, werden die Baugrube und Versorgungsschächte ausgehoben. In ein paar Wochen folgt die Grundsteinlegung.

Die Erstellung des schlüsselfertigen Baus des neuen Verwaltungsgebäudes wurde am 7. April an die Firma Köster vergeben, einem Osnabrücker Familienunternehmen mit 14 weiteren Standorten in Deutschland, darunter Mülheim an der Ruhr, von wo aus die Lierenfelder Arbeiten koordiniert werden. Mit der Fertigstellung ist Ende 2016 zu rechnen, für Frühjahr 2017 ist der Umzug geplant.

Rheinbahn hofft auf Synergien

Das neue Rheinbahnhaus ersetzt die Gebäude auf der Hansaallee 1 und 3 von 1973 und die Erweiterung von 1982. Nicht nur die Verwaltung zieht von Oberkassel nach Lierenfeld – später folgt ihr die Leitstelle, die zurzeit von der Heinrich-Heine-Allee aus operiert. Das Gebäude hat sechs Geschosse und bietet Platz für 385 Arbeitsplätze. Die Gesamtkosten einschließlich des Umzugs der Leitstelle liegen bei rund 34 Millionen Euro.

Neben den Abstellanlagen, Werkstätten und Waschstraßen für Busse und Bahnen beherbergt das Lierenfelder Gelände jetzt schon Werkstätten des Gleis- und Fahrleitungsbaus, der Elektrik sowie die Werksärztin und die Arbeitssicherheit. Dadurch dass sie verschiedene Bereiche zusammenführt, verspricht sich die Rheinbahn Synergien in Betrieb, Technik und Verwaltung.

Sieben Interessenten für Rheinbahn-Grundstück

Die Rheinbahn finanziert den Neubau durch den Verkauf zweier Grundstücke an der Hansaallee. Bereits 2014 erwarb die Bouwfonds Immobilienentwicklung GmbH, eine Tochter der niederländischen Rabo-Bank, das Areal des Parkplatzes.

Vergangenen Montag folgte der Verkauf des rund 10 000 Quadratmeter großen Verwaltungsgrundstücks an die Kölner Strabag-Real Estate GmbH, eine Tochter der Strabag und eine der führenden Projektentwicklungs-Gesellschaften in Europa. Sieben Interessenten hatten für das Grundstück des Rheinbahnhauses Angebote abgegeben. Verkauft wurde an den Meistbietenden.

Gewinn geht in Rücklage

Rheinbahn-Vorstandssprecher Biesenbach: „Der Gewinn aus dem Verkauf der Grundstücke an der Hansaallee geht in die Rücklage und trägt spürbar zur Stärkung unserer Kapitalstruktur bei. Noch in diesem Jahr beabsichtigen wir, das Innere unseres Schleifengrundstücks zu veräußern, da es die Stadt nicht benötigt. Die Wendeschleife bleibt aber erhalten.“

Im Juli 2014 wurde das Parkplatzgelände hinter dem Rheinbahnhaus an Bouwfonds verkauft, die in ganz Deutschland Immobilien realisiert und zuletzt Projekte an der Bachstraße in Bilk und an der Hallesche Straße in Gerresheim errichtet hat.