Düsseldorfer Polizei warnt vor Einbrüchen an Silvester

Was wir bereits wissen
Seit Weihnachten zählte die Polizei in Düsseldorf mehr als 80 Einbrüche. Zum Jahresende könnten es noch ein paar mehr werden.

Die Düsseldorfer Polizei rechnet mit vielen Einbrüchen in der Silvesternacht. Denn gerade dann feierten viele Menschen auswärts und der Lärm durch Böller und Raketen diene den Einbrechern als gute Tarnung, um unbemerkt in die Wohnungen einzusteigen. Die Methoden der Täter würden zudem immer rabiater, sagt Polizeisprecher André Hartwich. „Die Gewalt gegen Sachen, das brachiale Vorgehen, wird immer größer, die Täter wollen im wörtlichen Sinn mit aller Gewalt Beute machen.“

Mehr als 80 Einbrüche zählte die Polizei allein in den Tagen seit Weihnachten und die Serie scheint nicht abzureißen. Dabei sind es längst nicht mehr nur teure Villen, auf die die Täter ein Auge geworfen haben. Immerhin: Es gibt auch Erfolge zu vermelden. Am Montagnachmittag etwa stellten Beamte der Reiterstaffel drei junge Frauen nach einem versuchten Einbruch in Oberbilk.

Der Polizei in die Arme gelaufen

Es war etwa 15 Uhr, als die Bewohnerin eines Hauses an der Krupp-straße ein Geräusch an ihrer Wohnungstür hörte. Als sie diese öffnete, standen drei junge Frauen vor ihr, die augenscheinlich schnell etwas in ihre Jackentaschen steckten. Die Geschädigte verständigte die Polizei. Während des Telefonats konnte sie beobachten, wie die Verdächtigen in Richtung Volksgarten liefen. In dem Augenblick, als die Leitstelle eine Fahndung nach den drei Frauen auslöste, liefen sie im Park einer Streife der Reiterstaffel über den Weg. Als dann auch noch Martinshörner in der Ferne zu hören waren, versuchten die Frauen zu flüchten. Die Streife der Reiterstaffel konnte sie jedoch stoppen und festhalten. Bei einer Durchsuchung fanden die Beamten Tatwerkzeuge, die die Frauen unter ihrer Kleidung versteckt hatten. Die drei polizeibekannten Einbrecherinnen im Alter von 14, 15 und 19 Jahren sollten gestern dem Haftrichter vorgeführt werden.

Auch für zwei weitere junge Frauen endete ein Einbruch in eine Wohnung in Düsseltal mit einer Festnahme – vor allem deshalb, weil der Eigentümer seine Wohnung zusätzlich gesichert hatte. Als die vorbestraften Mädchen im Alter von 16 und 17 Jahren die Tür öffnen wollten, löste nämlich das Smartphone des Eigentümers aus und meldete den Einbruchalarm in seiner Wohnung. Der Geschädigte rief daraufhin seine Nachbarn an. Diese stürmten sofort ins Treppenhaus, wo sie die beiden jungen Frauen aufschrecken, die sich weiterhin an der Wohnungstür zu schaffen machten. Als sich die Einbrecherinnen ertappt fühlten, rannten sie auf die Straße. Die Frauen konnten wenig später von Beamten der Polizeiinspektion Nord festgenommen werden.

Obwohl viele Bürger vorsichtiger geworden sind und ihre Wohnungen besser gegen Einbrüche sichern, kommt es immer wieder zu neuen Delikten. „Dieser Monat ist eine Katastrophe“, bilanziert Kriminalkommissariatsleiter Dieter Töpfer.