Düsseldorfer Polizei bereitet Einsatz gegen Hooligans vor
09.02.2012 | 18:12 Uhr 2012-02-09T18:12:00+0100
Düsseldorf.Mit mehreren Hundertschaften will die Polizei am Montag die Altstadt schützen.
Das Präsidium befürchtet, dass Hunderte Hooligans vor dem Topspiel der zweiten Bundesliga zwischen Fortuna und Eintracht Frankfurt sich in der Vergnügungsmeile raufen wollen. Ein neuralgischer Punkt ist die Bolkerstraße. Einsatzleiter Hans-Joachim Kensbock-Rieso machte auf einer Pressekonferenz deutlich, dass die Polizei mit diesmal ungewöhnlich starken Kräften mögliche Ausschreitungen verhindern will. Es wird einer der größten Polizeieinsätze bei einem Fortuna-Spiel.
Die Rivalitäten zwischen Fans von Fortuna und Eintracht sind bekannt. Der DFB spricht deshalb von Anfang an von einem „Risikospiel“. „Das Verhältnis der beiden Anhänger-Gruppen muss als feindlich bezeichnet werden“, sagt auch Kensbock-Rieso. Erschwerend kommt hinzu, dass schon einige Stunden vor dem Anpfiff um 20.15 Uhr rund 1000 Frankfurter in die Altstadt strömen, um zu feiern. Und unter ihnen werden bis zu 350 „gewaltbereite Fußballtouristen aus Frankfurt“ sein , so Kensbock-Rieso. „Das ruft auch die Düsseldorfer Problemfans auf den Plan“, gibt er zu bedenken. Für die Polizei heißt das: Alarmstufe rot.
Rote Karte für Rädelsführer
Sie hat deshalb Verstärkung angefordert und wird von Polizeitrupps aus mehreren Städten unterstützt. Die Hundestaffel ist dabei. Ein Beweissicherungsteam ebenso, das Randalierer auf Video aufzeichnen soll. Die Polizei spielt auch ihre Trumpfkarte: die bei Hooligans gefürchtete Reiterstaffel.
30 Rädelsführer der Frankfurter Hooligan-Szene erhielten vorab einen Platzverweis für das Düsseldorfer Stadtgebiet. Bei mehreren Düsseldorfer Fußball-Rowdys klopfte die Polizei bereits an, um ihnen mitzuteilen: „Wir behalten Sie im Auge !“
Die wenigsten Probleme werden in der Arena erwartet. Dorthin kommen 42 000 bis 44 000 Düsseldorfer und etwa 6000 Frankfurter Fans, berichtet Fortuna-Sicherheitsbeauftragter Sven Mühlenbeck. „Wir haben 750 Ordner, die strikt auf die Trennung der Fan-Gruppen achten werden. Die Düsseldorfer werden zum Großparkplatz P 1 geleitet, die Gäste-Fans zum P 2.
Die Polizei will auf jeden Fall verhindern, dass sich gegnerische Gruppen in der Altstadt vermischen und gemeinsam vom U-Bahnhof Heinrich-Heine-Allee mit der Linie U 78 zur Arena fahren. „Wir werden die Frankfurter nicht in den U-Bahnhof lassen“, erklärt der Polizeidirektor entschieden. Für sie stehen stattdessen Shuttle-Busse auf der Heinrich-Heine-Allee bereit.
Die ersten 200 Frankfurter kommen bereits um 12 Uhr mittags in die Altstadt. Die Wirte wurden vorab informiert. „Wir wissen, dass die Polizei sich bestens vorbereitet hat. Darauf können wir vertrauen“, sagt Isa -Fiedler, Sprecherin der Altstadtwirte. Eine Prognose will sie nicht abgeben. „Das ist wie ein Blick in die Glaskugel. Vielleicht geht alles gut. Aber da genügt ein Funke, und es kann eskalieren.“
08:20
Und die Vereine, inkl. der überbezahlten Spieler, sacken sich die ganze Kohle von der DFL ein. Den Polizeieinsatz zahlen die Steuerzahler. Also auch die, die überhaupt nichts damit zu tun haben.