Düsseldorfer Narren nehmen Bundespräsident Wulff ins Visier
16.01.2012 | 16:50 Uhr 2012-01-16T16:50:30+0100
Düsseldorf/Köln. Die Kredit-Affäre um Bundespräsident Christian Wulff ist für die Narren ein dankbares Thema. Die Düsseldorfer Karnevalisten wollen der Causa Wulff im Rosenmontagszug sogar einen eigenen Wagen widmen. Aber darf man den Bundespräsidenten eigentlich ungestraft verulken?
Im vergangenen Jahr beschäftigte die Plagiats-Affäre um Karl-Theodor zu Guttenberg die Narren, in diesem Jahr ist Bundespräsident Christian Wulff mit seiner Kredit-Affäre ins Visier der Karnevalisten geraten. "Das Thema bewegt momentan viele Menschen", erklärt Hans-Peter Suchand, Sprecher des Comitee Düsseldorfer Carneval. Beim Rosenmontagsumzug wird die Causa Wulff sogar einen eigenen Wagen bekommen.
Und auch in Köln haben die Narren das Thema auf dem Radar. "Wir beobachten genau und werden kurzfristig entscheiden", sagt Sprecherin Sigrid Krebs. "Der Fall lebt ja noch; da kann sich viel entwickeln."
Dass die Karnevalisten schnell auf aktuelle Entwicklungen reagieren können, haben sie bereits im vergangenen Jahr hinlänglich unter Beweis gestellt. Die Kölner mussten nach dem Rücktritt von Karl-Theodor zu Guttenberg noch nach ihrem Richtfest spontan einen neuen Entwurf entwickeln . In Düsseldorf kann das Team "theoretisch eine Idee sogar über Nacht realisieren".
Verunglimpfung des Bundespräsidenten ein Straftatbestand
Aber darf man den Bundespräsidenten überhaupt verulken? Die Verunglimpfung des Bundespräsidenten ist nach §90 des Strafgesetzbuches schließlich ein Straftatbestand. Im schlimmsten Fall drohen für eine Beleidigung des Bundespräsidenten fünf Jahre Haft.
Trotzdem müssen die Narren nach Ansicht des Münsteraner Rechtsanwalts Markus Kompa nicht mit rechtlichen Konsequenzen rechnen, wenn sie die Causa Wulff zum Gegenstand von Büttenreden und Motivwagen machen. "Hier kommt es auf den Kontext an: Im Karneval geht es nun mal um Satire. Die Kritik an der Obrigkeit hat jahrelange Tradition.
Um dabei eine Grenze zu überschreiten, müssten die Narren schon exorbitant über die Strenge schlagen." Eine Anzeige wegen Verunglimpfung des Bundespräsidenten kann demnach jeder Bürger stellen. Damit die Tat verfolgt wird, muss laut Kompa allerdings eine konkrete Ermächtigung des Bundespräsidenten vorliegen. Und das könne sich Wulff momentan eher nicht leisten.
"Bewegen, aber nicht verletzen"
Sorgen über ein eventuelles juristisches Nachspiel machen sich auch die Karnevalisten nicht. "Wir wollen lachen und halten den Spiegel vor", betont Sprecherin Krebs. "Aber der Kölner Humor tut niemandem weh." Strafrechtliche Konsequenzen habe es noch nie gegeben. Und auch in Düsseldorf sieht man das Thema gelassen. "Unser Wagenbauer Jacques Tilly wird die Dinge so clever verpacken, dass sie bewegen, aber nicht verletzen."
11:41
Die Gnadenbefugnis des BP erlaubt ihm, Gnadenerweise zu erteilen, daß heißt auch Strafen auszusetzen! Dieses kann er willkürlich ohne Angabe von Gründen entscheiden.
Nach allgemeinen religiösem Verständnis der Absolution könnte er, wenn seine Chefin die Hand nicht mehr hebt, immerhin sich im vorraus diese Gnade schenken und somit dem Rücktritt und alles andere umgehen. Gut etwas gewagt ob er damit durchkommt, aber vielleicht ... fehlt ihm dann dazu doch auch noch die Würde und das Bewußtsein?
Satire aus.
08:12
Dafür, dass Sie um diese Uhrzeit (02:57) noch eine solche Büttenrede schreiben können,
muss ich Sie bewundern. Selten so gelacht!
02:57
Man muss auch bedenken, welchen unglaublichen Druck dieser unser Bundespräsident ausgesetzt ist. Er ist ein hochrangiger Politiker der täglich Hochleistung bringen muss und der sehr nah an den Menschen ist. Diese Nähe zu den Menschen ist genau das, was ihm jetzt vorgeworfen wird. Herr Wulff ist für seine Freunde da und immer da gewesen und hat geholfen wo er nur konnte. Wenn nun seine Freunde Herrn Wulff helfen, schreibt man in der Presse von Kreditaffaire oder Vorteilsnahme.
Ich frage mich, ob ein Mensch, der täglich an das Limit der körperlichen Belastung gehen muss und Entscheidungen zu fällen hat, die ein ganzes Volk betreffen, nicht auch einmal gegönnt wird, dass er sich -auch für seine Familie- ein Domizil der Ruhe schaffen wollte. Genau dafür hat er sich doch Geld leihen müssen, da das Gehalt, was Herr Wulff erhält und als MInisterpräsident erhielt, ihm genau dies nicht ermöglichte.
Natürlich sucht auch ein Mensch, der solchen Strapazen im Job ausgesetzt ist, einmal die Erholung. Er tat dies bei seinen nächsten Vertrauten und prompt wird dann von Luxusurlauben gesprochen.
All das Positive was Herr Wulff für uns alle erreicht hat scheint veregessen. Ich frage mich, wo all die Menschen und "Fans" hin sind, die ihm wegen seiner Feststellung, dass der Islam zu Deutschland gehört, zugejubelt und gefeiert haben. Aber so ist es: in der Stunde des Triumphes hat man viele Freunde.
Jetzt soll ein solch mutiger und weitsichtiger Mann, der das Amt des Bundespräsidenten zu neuem -nie gekannten- Ansehen verholfen hat, in dem er nicht nur der Bundespräsident der "Ur-Deutschen", sondern auch der Menschen mit Migrationshintergrund wurde, "verbrannt" werden.
Die Frage ist, warum?
Sicherlich nicht wegen eines Kredites oder ein paar Mal bei Freunden übernachten, sondern vielleicht weil er sich getraut hat, sein Amt für ALLE Deutschen -also auch Migranten- zu verstehen und diese anzuerkennen. Passt dieses Verhalten Vertretern der Medien oder konservativen ewig-gestrigen Politikgrößen nicht? Das ist Spekulation, aber anzunehmen.
Ein anderer Grund könnte sein souveraines Auftreten oder seine politische Intelligenz gewesen sein und dieses feine Gespür für den "kleinen Mann von der Strasse".
Wer alles richtig macht, der hat schnell Neider und diese schlagen hier vielleicht zurück.
Es ist traurig, wie eine aussergewöhnliche Persönlichkeit des 21. Jahrhunderts an den Pranger gestellt wird, nur weil er gute und verläassliche Freunde hat und hatte und diese ihm in einer schwierigen Zeit zur Seite standen.
Die Frage muss erlaubt sein, ob nicht auch in Herrn Wulff der Mensch zu sehen ist. Und zwar der Mensch, der alles für seine Freunde geben würde und deshalb nicht verstehen konnte, dass ein unerheblicher Freundschaftsdienst eben dieser Freunde für ihn selbst zum Politikum werden kann.
Ich und die Mehrheit der Bundesbürger wünschen uns so sehr, dass Herr Wulff sich in seiner Arbeit nicht durch diese Hetzjagd beirren lässt, sondern weiterhin diese hervorragende Arbeit für uns alle leistet, die ihn zu diesem verehrten und ja auch bewunderten Bundespräsidenten gemacht hat und noch immer macht.
ER musste viel Kritik einstecken, aber dafür, dass er auch ein Präsident der Zugewanderten ist, der dies auch öffentlich ausspricht, kann man ihn gar nicht genug loben.
Ich hoffe hält durch und schafft es durch seine unaufgesetzte und ehrliche Art, die Menschen von sich vollends zu überzeugen. Ich wünsche es ihm und vor allem wünsche es uns allen als Deutsches Volk. Ein Mensch seines Charakters und seines Wesen darf nicht wegen Unwichtigkeiten "geopfert" werden.
Helau!
Prost!
22:40
Wer hat sich denn hier ausgelassen?
Da muß ein Zampano gegen fast alle Kommentare eingestellt sein, ich faß es nicht. Wenn ich nur wüßte: warum?
So macht das doch kein Spaß, immer geblockt zu werden!
Ein gutes, scharfes Schwert setzt man doch sparsam ein, und nicht wie die Axt im Walde?
Hat ihre Beliebigkeit auch Regeln?
scheint Angst zu sein...
Ich denke, es ist hier meistens ein präventives Löschen gegen die Angst, den Kommentar intellektuell nicht richtig erfasst zu haben.
19:45
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19:32
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19:20
Kann er doch live dabei sein,
ist doch wieder ein bezahlter Urlaub.
Hofe für unser Land, dass sich dies bis dahin erledigt hat und die Geschichte mit Wulff Schnee von gestern ist.
19:07
Der Tünnes würde sich doch Gut auf einem Umzug machen! Ich Glaube für ein Fäßchen Kölsch oder Alt kann man ihn Buchen! Wie unser BP schon immer sagte, umsonst ist nur der Tod und den laß ich mir auch sponsern!
ARMES DEUTSCHLAND
18:59
kann man einen kompletten zug mit abgedrehten politikern füllen.und der hätte noch überlänge.
18:11
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