Düsseldorfer Kinder erklären Ostern

Die Kinder der „Kleinen Sternschnuppen-Gruppe“ des Kindergartens St. Martin in Bilk hat die NRZ gefragt, was ihnen zu Ostern einfällt.
Die Kinder der „Kleinen Sternschnuppen-Gruppe“ des Kindergartens St. Martin in Bilk hat die NRZ gefragt, was ihnen zu Ostern einfällt.
Foto: Christian Stahl
Was wir bereits wissen
„Das ist ganz schön traurig was die mit dem Jesus gemacht haben obwohl er doch ganz unschuldig war“

Düsseldorf..  Warum wir Ostern feiern, das weiß Julius schon ganz genau: „Am Karfreitag ist Jesus gestorben und dann ein paar Tage später wieder aufgewacht“, erklärt der 5-jährige. „Der wurde ans Kreuz genagelt weil die Soldaten dachten, dass er böse ist“, fügt die 6-jährige Carolin hinzu.

Das haben die Kinder nicht nur von ihren Eltern und Großeltern zu Hause gelernt, sondern auch in ihrem Kindergarten St. Martin in der Martinstraße in Bilk. Begeistert sind die Kinder von der Ostergeschichte allerdings nicht so sehr. „Das ist ganz schön traurig, was die mit dem Jesus gemacht haben obwohl er doch ganz unschuldig war“, meint Filo. Zum Glück geht’s bei Ostern aber nicht nur um’s Kreuzigen.

Madison aus der „Kleinen Sternschnuppen-Gruppe“ des Kindergartens freut sich vor allem auf die Eiersuchen an Ostern. Besonders wenn die Eier pink sind. „Wir gehen zu meiner Oma in den Schrebergarten, weil da der Osterhase die Eier versteckt. Manchmal sind die schwer zu finden aber mein Papa hilft mir“, freut sich die 3-Jährige.

Niklas hat den Osterhasen natürlich schon höchstpersönlich getroffen, steht dafür aber auch ganz schön früh auf. Um 1 Uhr in der Nacht geht’s raus aus dem Bett. „Ich will den Osterhasen bloß nicht verpassen, der kommt ja nur ein einziges Mal im Jahr“, erklärt der 5-Jährige aufgeregt.

An Ostern geht’s aber nicht nur auf Ostersuche. „Da hat mein Cousin Max Geburtstag!“, erzählt Julius. Aber natürlich werden auch Lieder gesungen. Wenn Frau Wermuth anfängt Rolf Zuckowskis Osterklassiker „Stups der kleine Osterhase“ zu singen, versammeln sich schnellstens alle Kinder und singen mit. Die 4-jährige Lea ist die Textsicherste in der Gruppe und macht die Vorsängerin.

Die Oster-Geschichte ist wichtig

Im Kindergarten an der Martinstraße wird viel wert darauf gelegt, dass die Kinder möglichst viel von der Ostergeschichte erfahren. „In der Osterwoche stellt jeden Tag eine Gruppe ein Stück der Ostergeschichte vor“, erklärt Frau Wermuth, die die Kinder in der Sternschnuppen-Gruppe zusammen mit ihren Kollegen Herrn Koschel und Frau Lepsy betreut. Natürlich gibt’s aber auch einen spezielles Osterfest an dem die ganze Familie mitkommen darf. Da geht’s dann erst in den Oster-Gottesdienst, dann auf Eiersuche und später gibt’s viele lustige Osterspiele. Die Kinder sollen aber auch lernen zu verzichten. Eine ganze Schar aus Fußbällen, Kuscheltieren und Spielzeugen hängt unter der Decke des Kindergartens – weil Fastenzeit ist, gibt jeder eine Sache ab die man gern hat“, erklärt Anton. Nicht ohne einen wehmütigen Blick auf seinen Fußball zu werfen, der schier unerreichbar über seinem Kopf baumelt. „Das ist aber gar nicht so schlimm weil manche Kinder ja gar nichts haben“, bemerkt er tapfer.

Wenn einer ein echter Osterexperte ist, dann ist das Filo. Er weiß ganz genau wie das zu Ostern alles abläuft. „Wir haben Palmzweige gebastelt weil wir an Jesus denken“, erklärt der 5-Jährige. Außerdem weiß er noch, dass da irgend jemand auf Eseln nach Jerusalem geritten ist. Und den Osterhasen? Den hat Filo natürlich auch schon gesehen, ist doch klar!

Neben all den Eiern, Palmzweigen und Eseln sind die Geschenke die der Osterhase jedes Jahr mitbringt natürlich auch ganz schön wichtig. „Der Osterhase versteckt auch ganz viele Süßigkeiten“, erklärt Ferdinand. „Und ein Buch über Flugzeuge hat er mir auch schon einmal gebracht“, wirft der 3-jährige Vincent mit einem breiten Grinsen ein.

Wenn Pumuckl traurig ist...

Valentin freut sich vor allem darauf, mit Mama und Papa sein Ostermalbuch auszumalen. Und die Pumuckl-Kassette gehört natürlich auch zu einem guten Ostern dazu. „Das ist Pumuckl ganz traurig weil er kein einziges Ei gefunden hat, aber zum Glück liegt am Ende doch noch eins unter der Couch“, erzählt der 3-Jährige nicht ohne dabei ganz schön erleichtert zu sein.

Carolin hat alles was sie über das Osterfest übrigens nicht nur im Kindergarten gelernt. „Meine Mama liest mir immer die Ostergeschichte vor, daher weiß ich das alles“, berichtet sie stolz. Und auch wenn sie die Ostergeschichte schon so lange kennt, hört sie beim Vorlesen trotzdem jedes Mal wieder gerne zu.