Düsseldorfer haben Ärger mit festgefrorenem Müll
06.12.2010 | 16:09 Uhr 2010-12-06T16:09:00+0100
Düsseldorf.In den vergangenen Tagen mehrten sich in Düsseldorf die Beschwerden, weil Mülltonnen nicht oder nur teilweise geleert wurden. Das Problem ist Müll, der in der Tonne festgefroren ist. Awista rät, nasse Abfälle in Papier einzuwickeln.
Wenn bei der Müllabfuhr was nicht klappt, ist meistens das Wetter Schuld. Klingt nach einer Ausrede. Doch diesmal spielt der ungewöhnlich harte Winter tatsächlich der Awista in Düsseldorf einen Streich.
Tausende Mülltonnen in den Einfamilienhaus-Siedlungen stehen ungeschützt in den Vorgärten. Jetzt droht der Müll in den Eimern fest zu frieren. In den vergangenen Tagen gab es mehrere Dutzend Beschwerden allein beim Call-Center der Stadtreinigung, weil die Abfalltonnen nicht richtig geleert wurden.
Bisher nur bei Biotonnen
Bisher kannte das Umweltamt und die Stadtreinigung dieses Phänomen nur bei den Biotonnen. „Gerade feuchtes Laub friert leicht fest“, gibt Werner Görtz, Leiter des Umweltamtes zu bedenken. Wer keine Biotonne hat, wirft - wenn auch in deutlich geringeren Mengen - die Laubabfälle in die graue Tonne. Das war früher kein großes Problem. Doch in diesem Jahr setzte der Winter zu früh ein. Kaum waren die meisten Blätter abgefallen und zusammengekehrt, kam schon der erste Schnee - und die Eiseskälte. Das Laub im Müll fror und klebte an den Eimerwänden so fest, dass nicht mal das automatische Rütteln an der Kippvorrichtung des Müllwagens die Abfälle lockern konnte. Mit der Folge, dass die Tonne voll oder nur zum Teil geleert wieder an den Straßenrand zurück gestellt wurde.
Allerdings müssten das die Müllmänner aufgrund des höheren Gewichtes selber merken und für Abhilfe sorgen oder eine Mitteilung für den betroffenen Kunden hinterlassen, findet Werner Görtz vom Umweltamt. Er empfiehlt bei Minustemperaturen generell, die Abfälle in Plastiktüten zu wickeln und erst dann in die Tonne zu werfen. Ralf Böhme, Sprecher der Awista, rät den Verbrauchern, zuerst Papier zu knüllen und auf den Eimerboden zu legen. Auch sollten alle nasse Abfälle in Papier gewickelt werden. Dann bleibt auch nichts mehr im Behälter stecken.
Nicht alle Kunden erreicht
Zurückgelassener Müll wird erst mit der nächsten Fuhre abgeholt. „Es wäre nicht verhältnismäßig wenn wir nur wegen einer einzigen Tonne ausrücken. Diese Kapazitäten haben wir nicht“, so Böhme. Zumal die Awista seit dem Wintereinbruch bis heute gar nicht alle Kunden erreicht hat. Einige, wenn auch wenige kleine Anwohnerstraßen waren bisher so glatt, dass der Müllwagen nicht reinfahren konnte. Böhme: „Darum kümmern wir uns jetzt vorrangig.“
Über das Ausmaß der zugefrorenen Restmüll-Tonnen kann er noch nichts sagen. „Das lassen wir statistisch auswerten“, so der Awista-Sprecher.
18:00
Und Österreich un der Schweiz klappt es auch. Aber da fahren ja auch ganzjährig die Busse und Bahnen bei so ziemlich jedem Wetter. :) Wir Flachlandtiroler haben es einfach nicht raus mit dem Schnee. :)
13:57
Na da brauchen wir doch eine Innovation: Beheizbare Müllbehälter...
13:52
Zauberwort: Müllbeutel :-) Klar, Düsseldorf hat Probleme und im Sauerland klappts :-) Kein weiterer Kommentar.