Düsseldorfer Flughafen beantragt mehr Starts und Landungen

Der Flughafen Düsseldorf ist ein wichtiges Drehkreuz.
Der Flughafen Düsseldorf ist ein wichtiges Drehkreuz.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Der Düsseldorfer Flughafen will die Zahl der Starts und Landungen von derzeit 47 auf 60 erhöhen, um flexibler zu sein. Kritiker fürchten mehr Lärm.

Düsseldorf.. Mehr Starts und Landungen pro Stunde und mehr Spielraum bei der Nutzung der Nordbahn – das will der Düsseldorfer Flughafen unter anderem mit seinem Antrag erreichen, den die Verantwortlichen gestern beim NRW-Verkehrsministerium gestellt haben.

Ein Grund für diesen Schritt sei die hohe Nachfrage, die der Airport bisher nicht befriedigen könne. Außerdem wolle man flexibler auf Behinderungen wie schlechtes Wetter oder Streiks reagieren können.

[kein Linktext vorhanden] "Mit der Antragseinreichung stellen wir die Weichen für die Zukunft", sagte Flughafengeschäftsführer Thomas Schnalke. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, sei es erforderlich, ein dichtes Netz an europäischen und innerdeutschen Flügen zu spannen. "Hierfür bedarf es in den Spitzenstunden über Tage auch in Zukunft einer ausreichenden Kapazität", so Schnalke.

"Unzumutbare Mehrbelastung der Bevölkerung"

Bisher muss der Flughafen solche Spitzenstunden, in denen dann auch die Nordbahn genutzt werden darf, eine Woche im Voraus anmelden. Künftig will man spontaner auf das Landebahnsystem zugreifen. Die Starts und Landungen sollen zudem von derzeit 47 (bei Nutzung beider Bahnen) auf 60 erhöht werden.

Kritiker des Vorhabens wie etwa die Initiative "Bürger gegen Fluglärm" befürchten allerdings, dass sich der Flugverkehr dadurch gerade im Sommer stark erhöhen werde. Auch die Grünen lehnen die beantragte Kapazitätserweiterung ab, da sie zu einer "unzumutbaren Mehrbelastung durch Fluglärm“ führe. „Wir brauchen stattdessen eine klare Verbesserung bei der Einhaltung der Verspätungsregelung und dadurch mehr Ruhe in den Tagesrandzeiten", sagte Arndt Klocke, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen.