Düsseldorfer Bankräuber drohte mit Bombe im Koffer

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Was wir bereits wissen
Drei Jahre Gefängnisstrafe hat das Landgericht am Donnerstag nach vier Verhandlungstagen gegen einen 43-jährigen Bankräuber verhängt.

Düsseldorf.. Der Mann hatte zu Prozessbeginn Mitte Januar zugegeben, im Juli mit einem Koffertrolley, in dem angeblich eine Bombe stecken sollte, die Angestellten einer Bankfiliale an der Corneliusstraße um 2000 Euro beraubt zu haben.

Bei der Tat hatte der Räuber behauptet, er leide an Leukämie, sei sterbenskrank. Eine Bankangestellte hat er damit in schwere Ängste gestürzt und schwer schockiert. Tage später war er dann in einem Kölner Hotel festgenommen worden.

„Zu Tode feiern“ im Hotel

Dabei kam heraus, dass der Angeklagte nicht an Leukämie litt, aber an Lymphdrüsenkrebs, dass er sich eigentlich in einem Kölner Hotelzimmer „zu Tode feiern“ wollte, dann jedoch in Düsseldorf in einem Café zehn hochwirksame Tabletten einnahm – und ohne größere Vorplanung jene Bankfiliale überfiel. Seinen Rollkoffer, in dem sich keine Bombe befand, hatte er auf der Flucht noch in der Nähe der Bank anzündet, um Spuren zu verwischen.

Vor Gericht beteuerte der 43-Jährige jetzt, dass er besonders bereue, der Bankangestellten einen solchen Schock versetzt zu haben. Das Urteil, das wegen räuberischer Erpressung erging, ist nicht rechtskräftig.