Düsseldorfer Altstadtpflaster schon wieder kaputt

Auf dem Stück zwischen Carlsplatz und Hafenstraße sind zahlreiche Ecken von den neuen Pflastersteinen abgebrochen.
Auf dem Stück zwischen Carlsplatz und Hafenstraße sind zahlreiche Ecken von den neuen Pflastersteinen abgebrochen.
Foto: Endermann
Was wir bereits wissen
Auf der Berger Straße musste der neue Belag der Gehwege bereits einmal erneuert werden, im kommendenJahr steht der zweite Austausch an. Unterirdische Leitungen sollen Risse verursacht haben.

Düsseldorf..  Die Altstadt kommt nicht zur Ruhe. Die Pflasterarbeiten rund um Andreaskirche und Kom(m)ödchen sollten die letzten großen ihrer Art sein. Doch nun steht fest, dass auch im kommenden Jahr noch einmal neues Pflaster verlegt wird. Auf der Berger Straße zwischen Carlsplatz und Hafenstraße sind an vielen Steinen die Ecken abgebrochen. Die Sanierung wird wegen anderer Baustellen im Viertel in diesem Jahr nicht mehr möglich sein, das Verkehrsamt rechnet deshalb mit dem ersten Quartal 2016.

Ursache für die Leitungen im Untergrund. Sie wirken so nach oben, dass angesichts des recht weichen Pflaster-Fundaments die neuen Brüche und Risse entstanden sind. Um dieses Problem in Zukunft zu vermeiden, wird 2016 in starrer Bauweise gearbeitet. Statt Sand wird dann eine Platte unter den Steinen seinen, die das Pflaster gegen Einflüssen von unten schützt.

Das aktuelle Bild und die angekündigten Bauarbeiten für das kommende Jahr erinnern Altstadtbesucher an die Vorgänge von 2011. Damals waren wenige Woche, nachdem das neue Pflaster verlegt worden waren, Schäden an Steinen und Fugen auf der Berger Straße aufgetaucht. Der damalige Oberbürgermeister Dirk Elbers verhängte daraufhin einen Baustopp. Anschließend ließ die Stadt auf Testflächen verschiedene Mörtelmischungen testen, bis mit mehr Sand und mehr Wasser die richtige Abstimmung gefunden war. Die Verzögerungen verursachten einen Schaden von rund 30 000 Euro, für die die Stadt das auf der Berger Straße zuständige Bauunternehmen in Anspruch nahm. Dieses beseitigte die kaputten Steine und setzte die neue Mörtelmischung ein. Das Verkehrsamt hatte die Arbeiten nach eigenen Angaben genau beobachtet, Zusammenhänge mit den jetzigen Problemen sollen nicht bestehen. Folglich muss die Stadt die Kosten für die Bauarbeiten selber tragen.

Mit den Bauarbeiten 2016 endet ein dann fünfjähriges Projekt. Nach umfassenden Kanalarbeiten, für die die Straßen des Viertels aufgerissen werden mussten, wollte die Stadt die Chance nutzen, die Oberfläche neu zu gestalten. Auf rund 23 000 Quadratmetern wurden neue Steine verlegt, als Kosten wurden rund fünf Millionen Euro veranschlagt. Ziel des Projekts war es, die wenig ansehnliche Mischung aus Verbund- und Betonsteinpflaster, Klinker und Naturstein zu beseitigen und stattdessen ein einheitliches Bild zu schaffen. Das zurückhaltende Grau des Pflasters soll auch dafür sorgen, dass die farbige Szenerie der Altstadt-Häuser besser zur Geltung kommt.

Die letzten Arbeiten sind dann an der Ecke von Kapuzinergasse und Flinger Straße geplant. Dort hatte die Stadt den Abriss und Neubau eines Hauses abgewartet, der nun nach längerer Wartezeit bevorsteht.