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Düsseldorf plant Facebook-Regeln für 10.000 Stadtmitarbeiter

13.02.2013 | 15:02 Uhr
Düsseldorf plant Facebook-Regeln für 10.000 Stadtmitarbeiter
Auch auf dem Düsseldorfer Rosenmontagszug war der Facebook-Streit zwischen zehn Beamten der Feuerwehr und Oberbürgermeister Dirk Elbers (CDU) Thema.Foto: Stefan Arend / WAZ FotoPool

Düsseldorf.  Die Facebook-Affäre um zehn Beamte der Feuerwehr Düsseldorf zieht weiter ihre Kreise: Die Stadt will jetzt Facebook-Richtlinien erarbeiten, die für alle 10.000 Mitarbeiter gelten sollen. Darin wird festgehalten, wie sich die städtischen Bediensteten in Zukunft in sozialen Netzwerken verhalten sollen.

Die Stadt Düsseldorf will erstmals Leitlinien für das Verhalten ihrer Mitarbeiter in sozialen Netzwerken erarbeiten. Zwar ist an den meisten Arbeitsplätzen in der Verwaltung der Zugang zu Facebook und Co. gesperrt, aber mittlerweile sind auch viele der etwa 10.000 städtischen Mitarbeiter privat in den sozialen Medien unterwegs. Mit den neuen Richtlinien zieht die Verwaltung auch Konsequenzen aus der Affäre um zehn Beamte der Feuerwehr Düsseldorf.

Ein Hauptbrandmeister hatte bei Facebook Stimmung gegen Oberbürgermeister Dirk Elbers (CDU) gemacht. Weitere Feuerwehrmänner klickten bei diesen Äußerungen auf „Gefällt mir“. Die zwischenzeitlich ausgesprochenen Suspendierungen nahm Elbers zwar vergangenen Freitag zurück, gegen die Feuerwehrleute laufen aber weiterhin Disziplinarverfahren.

"Das hat uns die ganze Problematik noch mal sehr stark vor Augen geführt", sagt Stadtsprecherin Natalia Fedossenko jetzt. So wie es grundsätzliche Regeln für Mitarbeiter im öffentlichen Dienst gebe, sollte es in Zukunft auch Richtlinien für das Verhalten in sozialen Medien wie Facebook geben. "Die sozialen Netzwerke sind kein rechtsfreier Raum", betont Fedossenko.

Stadt Düsseldorf will "nichts verbieten"

Die Richtlinien sollen auch der Aufklärung über Risiken in der Welt der Sozialen Netzwerke dienen. "Wir wollen nichts verbieten, sondern das Bewusstsein für den verantwortungsvollen Umgang in den sozialen Netzwerken schärfen", so Fedossenko. Gerade jüngere Kollegen wie Auszubildende, die noch am Anfang ihrer beruflichen Laufbahn stünden, sollten wissen, dass das Internet nichts vergesse.

Lesen Sie auch:
OB Elbers hebt Suspendierung der Feuerwehrleute auf

Ab Samstagmorgen können die zehn suspendierten Beamten der Feuerwehr Düsseldorf wieder ihrer Arbeit nachgehen: Das gab am Freitag ihr Dienstherr, OB...

Wie genau dieser Verhaltenskodex aussehen könnte, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Die Abteilungen für Personal und IT sollen die Leitlinien gemeinsam erarbeiten. "Dabei werden wir uns auch genau ansehen, was andere Städte machen", sagt Pressesprecherin Fedossenko.

Die Feuerwehr Berlin beispielsweise hat 2012 Social-Media-Richtlinien für die eigenen Mitarbeiter eingeführt. Darin heißt es unter anderem: "Nur Sie sind verantwortlich für das, was Sie veröffentlichen. Überlegen Sie in Ruhe, ob Sie auch morgen noch hinter einem Kommentar, den Sie abgeben wollen, stehen." Ein Hinweis, der der Stadt Düsseldorf vielleicht eine Menge Probleme erspart hätte.

Sebastian Schürmann

Kommentare
07.04.2013
10:01
Düsseldorf plant Facebook-Regeln für 10.000 Stadtmitarbeiter
von Niki-T | #19

Wie wollen die den überprüfen, von wem die Beiträge ins Netz gestellt werden? Dann wird halt ein falsches Profil erstellt, geht leicht, Wortwahl etwas...
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2013-02-13 15:02
Düsseldorf, Feuerwehr,Facebook, Soziale Netzwerke, Social Media,Richtlinien, Leitlinien
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