Düsseldorf ist bunt – und so soll es bleiben!

Demokratie, Respekt und der Wunsch nach Vielfältigkeit – das ist der Wunsch der meisten Düsseldorfer. Dafür wird jetzt ein klares Zeichen gesetzt. SPD, Linke, Grüne und Piraten sowie die sozial engagierten Vereine ,,Düsseldorf Appell’’ und ,,Düsseldorf stellt sich quer’’ wollen mit der Kooperation „Düsseldorf ist bunt“ gemeinsam der islamkritischen Pegida in Düsseldorf entschlossen die Stirn bieten. „Für Humanität, Respekt und Vielfalt wollen wir uns stark machen, um unsere Stadt weltoffen und bunt zu erleben“, sagte Pfarrerin Henrike Tetz für „Düsseldorf Appell“.

Die Aktion ,,Düsseldorf ist bunt’’ stellt sich bewusst dagegen, rechte, islamophobe oder rassistische Aktivitäten in der Stadt zu dulden und möchte dem ein starkes Signal engegensenden. Am gleichen Tag wie die Pegida-Demonstration hat „Düsseldorf ist bunt“ am kommenden Mittwoch, 25. Februar, politische Veranstaltungen organisiert. Es gibt Bühnen am Apolloplatz und am Rheinturm mit Musik und Comedy aber auch mit einem klaren politischen Statement gegen Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz: Nicht in unserem Namen, nicht in unserer Stadt, und nicht so! ,,Ein betont, buntes und kreatives Veranstaltungsangebot, soll möglichst viele gesellschaftliche Gruppen ansprechen’’, so Frank Grenda von den Piraten.

Der DGB hat außerdem eine große Gegen-Demo organisiert. Der Demonstrationszug startet um 18 Uhr an der Friedrich-Ebert-Straße 34 und geht bis zum Johannes-Rau-Platz, wo es anschließend eine politische Versammlung geben wird.

In den vergangenen Wochen ist Düsseldorf montags immer wieder zum Schauplatz islamfeindlicher Dügida-Demonstrationen geworden. Auch für Montag ist eine angemeldet. Dazu kommt jetzt erstmals am kommenden Mittwoch eine Demonstration der Pegida.

Das will die Kooperation nicht länger kommentarlos hinnehmen. ,,Düsseldorf ist bunt’’ ist ihr Konsens – und so soll es auch weiterhin bleiben. „Um sich der Pegida entgegen zu stellen und ein starkes Signal zu senden, ist es an der Zeit aktiv zu werden“, sagte Oliver Ongaro. Er ist Organisator von ,,Düsseldorf stellt sich quer’’, einer Initiative, die den islamfeindlichen Bewegungen Dügida und Pegida in Düsseldorf entschlossen die Stirn bietet. ,,Es muss stark kritisiert werden, dass die sogenannten Spaziergänge in Düsseldorf salonfähig werden’’, so Henrike Tetz.

„Pegida NRW“ ist ein Ableger der Dresdener Kundgebungen, der bislang in Duisburg demonstriert hatte. Er distanziert sich zu der rechtsextremen „Dügida“ und deren Anmelderin Melanie Dittmer, die früher Pressesprecherin von „Pegida NRW“ gewesen war. Allerdings ist auch „Pegida NRW“ nach Einschätzung des Verfassungsschutzes von Rechtsextremisten „zumindest unterwandert“. Es sei wichtig klarzustellen, dass „Pegida NRW“ nicht die „salonfähige“ Alternative zu „Dügida“ sei, sagts SPD-Politiker Karl-Heinz Krems. „Die Stadt leidet genug unter ,Dügida’“. Die Organisatoren der Gegen-Demonstrationen erhoffen sich, dass die Bürger am Mittwoch ein so starkes Signal gegen „Pegida NRW“ setzen, dass die Gruppe nicht wieder nach Düsseldorf zurückkehrt.