Düsseldorf gedenkt des Kriegsende

Hier die Veranstaltungen zum Kriegsende in Düsseldorf:

16. April: 11 Uhr Gedenkfeier und Projektpräsentation in der Aula des Franz-Jürgens-Berufskollegs, bei der Oberbürgermeister Geisel das Grußwort spricht. Dieter Andresen, Sohn des ermordeten Theodor Andresen, wird persönliche Worte in Erinnerung an seinen Vater sprechen. Mit Wort- und Musikbeiträgen zeigen Kinder und Jugendliche, wie sie sich mit der Befreiung Düsseldorfs und dem Widerstand der „Aktion Rheinland“ auseinandergesetzt haben. Außerdem spielt die Düsseldorfer Band „Heavy Gummi“ Musik unplugged. Zu dieser Veranstaltung muss man sich aufgrund begrenzter Sitzmöglichkeiten anmelden bei der Mahn- und Gedenkstätte unter 89-96205. Im Anschluss (etwa gegen 12.30 Uhr) werden Kränze an dem nahe gelegenen Ort der Erschießung der Düsseldorfer Widerstandskämpfer niedergelegt. Hier spricht Polizeipräsident Norbert Wesseler.

Um 17 Uhr findet ein ökumenischer Erinnerungs- und Ermutigungsgottesdienst mit dem Polizeichor Düsseldorf und dem Jugendsymphonieorchester in der Johanneskirche statt, bei dem auch Schülerinnen und Schüler sprechen werden. Die Predigt hält Stadtdechant Rolf Steinhäuser, Superintendentin Henrike Tetz feiert die Liturgie.

17. April: An diesem Tag können die Ehrengräber der Widerstandskämpfer der „Aktion Rheinland“ besucht werden. Familienangehörige tun dies in stillem Gedenken am Vormittag. Am Nachmittag um 15.30 Uhr wird von der Mahn- und Gedenkstätte – ausgehend vom Aloys-Odenthal-Platz – ein Erinnerungsspaziergang durch Gerresheim angeboten. Zugleich startet die Jugend der Jüdischen Gemeinde die Lesung der Namen von den etwa 2600 jüdischen NS-Opfern aus Düsseldorf. Beginn ist um 15 Uhr auf dem Heinrich-Heine-Platz am Carschhaus.

Um 19 Uhr wird eine CD mit einem Konzert „Düsseldorfer Bands erinnern an die Aktion Rheinland“ im Haus der Jugend präsentiert. Das CD-Projekt wurde von der Journalistin Jeanne Andresen, Enkelin eines der Ermordeten, angestoßen. Die CD wird kostenlos in allen Schulen verteilt. Bands wie die Toten Hosen, Broilers, Heavy Gummi oder Blumio sind auf dem Sampler vertreten.

18. April: Um 14 Uhr veranstaltet die Mahn- und Gedenkstätte eine Fahrradtour auf dem historischen „Weg der Befreiung“. Er führt bis Mettmann, wo die Verhandlungen der Widerstandskämpfer mit den Alliierten geführt wurden.

Um 17 Uhr wird in der Bunkerkirche Heerdt die Ausstellung „Otto Pankok – Maler der Verfolgten“ eröffnet, sie läuft bis 7. Mai.

8. Mai: Um 17 Uhr findet die Gedenkveranstaltung „Pempelfort im Bombenkrieg“ der Bezirksvertretung 1 statt. Dagmar Gutheil erinnert im Vortrag an die Schrecken des Krieges für die Zivilbevölkerung und das Maß der Zerstö-rung. Besonders der Bombenangriff am 23. Januar 1945 traf Derendorf und Pempelfort schwer. Ort: Aula der Jan-Wellem-Schule, Franklinstraße 5.