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Düsseldorf feiert die "Sensation" stylisch ganz in Weiß

14.10.2012 | 12:48 Uhr
Düsseldorf feiert die "Sensation" stylisch ganz in Weiß
Wer sich nicht an den Dresscode "Weiß" hielt, durfte trotz Ticket nicht rein. 17.000 Techno-Fans kamen zur Party-Reihe Sensation nach Düsseldorf in die Arena.Foto: WNM/Ingmar Kreienbrink

Düsseldorf.  „Ganz in Weiß“ lautete der Dresscode auf der Techno-Party „Sensation“ in der Düsseldorfer Arena. Steve Angello (Swedish House Mafia) und Moguai an den DJ-Decks sorgten für eine rauschende Nacht. Zur siebten Ausgabe der Sensation in Deutschland kamen allerdings „nur“ 17.000 Gäste.

Für Pierre wäre der Abend fast schon wieder zu Ende gewesen, bevor er angefangen hat. „Hell-Beige ist nicht Weiß“, sagte der Ordner vor der Düsseldorfer Esprit-Arena zu dem 27-jährigen Franzosen. Wer sich bei der Techno-Partyreihe „Sensation“ nicht an den strengen Dresscode „Weiß“ hält , hatte trotz Ticket keine Chance auf Einlass.

Jetzt musste sich Pierre an der Kasse noch eine neue Hose kaufen – kein Einzelfall. Auch Mint, Hell-Grau und alle Pastell-Töne müssen draußen bleiben. Da war der kleine Posten weißer Hosen an der Kasse schnell vergriffen.

Bei der Sensation lautete der strikte Drescode "Ganz in Weiß".Foto: WNM/Ingmar Kreienbrink

Techno-Fans mit Hot-Pants und Horror-Masken

Die meisten der 17.000 Sensation-Besucher hatten sich aber an die Vorgabe gehalten. Dass ein weißes Outfit auch stylisch und sexy sein kann, bewiesen in dieser Nacht viele der Techno-Fans. Hot Pants, knappe Oberteile, dazu Plüsch, Engels-Flügel sowie Horror- oder Karnevals-Masken – der Gedanke an einen Ärztekongress war bei näherem Hinsehen der Party-Besucher sofort verflogen.

Die Party-Reihe Sensation ist in den vergangenen Jahren weltweit zu einer festen Institution in der Szene der Elektronischen Dance Musik geworden. Das Konzept aus Dresscode, spektakulärer Licht- und Bühnenshow sowie bekannten Techno-DJs hat der niederländische Veranstalter ID & T mittlerweile in fast 20 Länder – von Chile bis Taiwan – exportiert.

Sensation in Düsseldorf

2009/2010 wurde der deutsche Besucherrekord von 40.000 Party-Gästen aufgestellt. „Wir sind mit mehr als 17.000 feiernden Menschen sehr   zufrieden“, sagte Christiane Blum vom lokalen Veranstalter "concert team nrw".

Diskussion über hohen Eintrittspreis bei der Sensation

Ein Grund für den trotzdem nicht von der Hand zu weisenden Besucherschwund dürfte der satte Preis von 90 Euro pro Ticket sein. Über ihre Erwartungshaltung diskutierten viele Party-Gäste schon am frühen Abend. „Ich hätte mehr von der Licht-Show mehr erwartet“, war Marcel (22) aus Solingen enttäuscht, der sich zudem über viel zu lange Wartezeiten an den Getränkeständen ärgerte. „Aber eine tolle Atmosphäre auf der Tanzfläche“, entgegnete ihm seine Freundin Melanie (21).

Eine große Lichtkugel bot das optische Zentrum bei der Sensation in Düsseldorf.Foto: WNM/Ingmar Kreienbrink

Für etwas Frust bei einigen Besuchern sorgte der musikalische Beginn. Sowohl Mr. White als auch „The Man With No Shadow“ spielten ein routiniertes Techno-Set. Erst der Headliner des Abends, Steve Angello von der „Swedish House Mafia“, zeigte ab 1 Uhr, wie ein DJ 17.000 Menschen mit heißen Beats und mitreißenden Melodien in Ekstase versetzen kann. Dabei animierte Angello die Masse am Mikro, stieg auf das DJ-Pult und ließ sich feiern.

Sensation-DJs Moguai und Steve Angello begeistern

„Nur wegen ihm bin ich hier“, schwärmte die völlig durchgeschwitzte Sarah (29) aus Großbritannien. Hits wie One „Miami 2 Ibiza“, „Save The World“ und Greyhound ließ die „Swedish House Mafia“ in der weltweiten Beliebtheits-Skala der Elektronischen Musik-Szene auf eine Stufe mit Tiesto, Armin van Buuren und David Guetta aufsteigen.

Sogar aus Venezuela kamen Techno-Fans extra zur "Sensation" in die Arena Düsseldorf.Foto: WNM/Ingmar Kreienbrik

Erst kürzlich gaben die drei Schweden Steve Angello, Axwell und Sebastian Ingrosso bekannt, dass sie sich künftig auf ihre Solo-Karrieren konzentrieren wollen. Bei solchen Auftritten wie bei der Sensation in Düsseldorf dürfte sich Steve Angello keine Sorgen um seine Zukunft machen müssen.

Im Anschluss zeigte der Recklinghauser Moguai, warum er zu den wenigen Deutschen DJs und Musik-Produzenten gehört, die derzeit auch international großen Erfolg haben . Der bekannte 1Live-DJ nahm den musikalischen Spannungsbogen von Steve Angello auf und konnte die ausgelassene Stimmung halten.

Dank der Auftritte von Steve Angello und Moguai sowie einer letztlich doch beeindruckenden Licht-Show endete die Nacht für viele Sensation-Fans doch noch recht versöhnlich. Den Schlusspunkt an den DJ-Decks setzte Moonbootica aus Hamburg.

Ingmar Kreienbrink

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Kommentare
17.10.2012
09:46
Düsseldorf feiert die
von Guntram | #4

Hätte man was anderes erwartet?
Ich sage nur "Düsseldorf".
Mauer drum, Deckel drauf. Ruhe.

14.10.2012
16:27
playback...
von mahoeper | #3

es ist doch bekannt das alles playback ist., die lightshow wird doch im vorfeld darauf abgestimmt. und dafür soll ich 90 euro zahlen? das gleiche bei der guetta tour. 80 euro ... ohne mich...

14.10.2012
13:55
Sexy-stylisch in Weiß bei der
von albertus28 | #2

War denn auch Hannelore Kraft da, ganz in Weiß ?? Sie läßt sich doch so etwas nicht entgegehn.

14.10.2012
13:42
Sexy-stylisch in Weiß bei der
von Bronkhorst | #1

90€ sind definitiv viel zu viel für diese Veranstaltung. Man kann ja nichtmal den Floor wechseln wie z.b. auf der Mayday (5 Floors für 50€) oder Nature One, ganzes Wochenende, 300 Djs für 70€.
Als ich den Preis sah hab ich mir gar nicht mehr die Mühe gemacht mir das Line-Up anzusehen. Da hilft es auch nicht, wenn alle in weiß rum rennen.

Wer ist so behämmert und gibt 90€ für einen einzigen Floor und einen einzigen Abend aus??? Kein Wunder, dass die Besucherzahl um mehr als die Hälfte eingebrochen ist.

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