Düsseldorf erntet Spott für achtseitige Ampel-Broschüre
28.11.2012 | 12:36 Uhr 2012-11-28T12:36:00+0100
Essen. In ganz Deutschland gibt es nur in der Stadt Düsseldorf Fußgängerampeln mit einer Gelbphase. Dies ist Grund genug für die Stadtverwaltung, einen Ratgeber zur Benutzung zu veröffentlichen. In einer achtseitigen Broschüre erklärt sie die Regeln für Fußgänger - zum Beispiel mit dem Rat, dass man bei Grün losgehen sollte. Der Ratgeber sorgt jetzt für Hohn im Internet.
Die Landeshauptstadt Düsseldorf hat als einzige Stadt bundesweit Fußgängerampeln mit Gelblicht. Dies hat die Stadtverwaltung zum Anlass genommen, auf acht Seiten die Regeln zum Überqueren von Fußgängerüberwegen mit Ampeln zu beschreiben.
Jetzt erntet die Stadt Spott und Hohn für ihr Info-Blatt. Die Broschüre erklärt ganz genau, wie das geht mit der Ampel : wie bei den Auto-Ampeln auch. Selbst eine Werbeagentur ist beauftragt worden, einen derart komplexen Vorgang auf acht Seiten mit Fotos, Grafiken und Text zu beschreiben: „Die Ampel springt auf Grün. Der ideale Zeitpunkt für alle Fußgänger, jetzt loszugehen.“
Weiter heißt es in der bunten Broschüre: „Der beste Zeitpunkt für Ältere und Gehbehinderte.“ Doch so ungefährlich scheint die Grünphase auch wieder nicht zu sein: „Die Ampel zeigt noch Grün. Fußgänger mit normalen Tempo können die Fahrbahn noch sicher überqueren. Ältere und Gehbehinderte sollten lieber warten.“
Stadt nicht zu Stellungnahme bereit
Sätze wie „Wenn jetzt die Autos wieder fahren, haben Sie die andere Straßenseite längst erreicht“, beruhigen die Bürger in Düsseldorf und sorgen im Internet für Schmunzeln. Das Boulevardblatt "Express" merkte an: „Wir sind doch nicht blöd".
„Wer jetzt am Überweg noch Rot sieht, ist entweder Autofahrer oder ein Fußgänger, der noch einmal in dieser Broschüre zurückblättern sollte“, heißt es in der Broschüre. Was das bedeutet? Die Düsseldorfer Stadtverwaltung war am Mittwoch für die WAZ Mediengruppe zu keiner Stellungnahme bereit.
20:12
Genau das, @peerkeinstueck. Wenn man sieht, wie sich der Großteil der Verkehrsteilnehmer benimmt und welche vermeidbaren Unfälle aus diesem Fehlverhalten zu oft resultieren (sind ja auch regelmäßig hier als Artikel wiederzufinden), sollte die Broschüre eher als Bilderbuch herausgebracht werden, damit das einer versteht.
19:41
Man sollte das nicht vorschnell verurteilen.
Nur weil wir wissen, was die Ampelfarben bedeuten, kann man ja nicht davon ausgehen, dass die Dusseldorfer das auch wissen.
18:16
Das Schwarzbuch vom Bund der Steuerzahler lässt schön grüßen.
18:13
an arme Kommunen gegeben worden, die das Arbeiterheer das Düsseldorf reich macht beherbergen.
18:12
Realsatire. Schöne Geschichte aus einem Dorf, das sich für den Nabel Deutschlands hält.
18:11
Über den grundsätzlichen Sinn oder Unsinn solch einer Broschüre kann man sicher diskutieren. Was mich auf die Palme bringt: Sitzen in unseren Verwaltungen eigentlich nur noch Grenzdebile? Ist eine Stadtverwaltung mit Tausenden von Mitarbeitern nicht in der Lage, allein solch ein läppisches Stück Papier herauszugeben? Brauchen die Mitarbeiter demnächst auch noch bei der Auswahl ihres Kantinen-Essens die Mithilfe einer externen Unternehmensberatung, weil sie mit der Aufgabe total überfordert sind?
17:56
Hurra, schon wieder Steuergelder sinnvoll verprasst und, weil die Stadtkassen so prall gefuellt sind, auch noch gleich eine Werbeagentur mit dieser Broschuere beauftragt.
17:42
Naja, bei einem immer größer werdenden Teil unserer Gesellschaft, welcher seine Wurzeln in fernen Lädern hat, ist es vll sogar nicht so schlecht.
Mittlerweile kommen ja viele unserer Mitmenschen aus fernen Ländern, die solche Art technischen Fortschritt ja nicht kennen...
Wenn die Broschüre dann in diversen Fremdsprachen gehalten ist, macht es vll ja sogar Sinn im Rahmen der Verkehrserziehung..
Ob die orange Erweiterung an einer Fußgängerampel Sinn macht, sei dahin gestellt.
Aber heutzuage versucht man ja eh immer krampfhat aus Gründen der Political Correctness allen Seiten gerecht zu werden.
Wer weiß, welche Seite sich ein oranges Zusatzlicht gewünscht hat..
Stimmt, der Neger und der Tuerke an sich kennt ja gar keine Ampel.
Gibt es da unten einfach nicht und farbenblind sind die ja auch alle, dazu noch doof.....
Prost an den Stammtisch Stumpf
Davon ab wunder ich mich, bspw in Bonn oft genug, wenn es die von Ihnen beschriebenen Menschen, die nicht in Deutschland geboren sind, schaffen bei Rotlicht zu warten, aber ein Großteil der deutschen Mitbuerger ueber die Straße geht wann er es fuer richtig haelt.
16:24
Also, wenn die Ampel auf Rot springt stehen bleiben, zurückblättern und gucken, was das bedeutet. Dann vom 40-Tonner plattmachen lassen.