Düsseldorf droht der Verkehrs-Kollaps
21.11.2009 | 13:28 Uhr 2009-11-21T13:28:00+0100Düsseldorf. Wartezimmer Düsseldorf - davon können Autofahrer ein Liedchen singen, wenn sie in der Innenstadt versuchen, irgendwie vorwärts zu kommen. Viele bleiben genervt im Stau stecken - schon wieder eine Baustelle.
Noch vor kurzem waren es die Gleisbauarbeiten auf der Hüttenstraße und auf der Berliner Allee, die zu Sperrungen und Umleitungen führten. Jetzt ist der Wehrhahn stadtauswärts dicht und die Theodor-Körner-Straße macht seit gestern auf Diät. Sie ist noch eine Spur schmaler geworden.
In wenigen Tagen könnte die ganze City zur Sackgasse werden. Auch wenn nächste Woche das Weihnachtsgeschäft brummt, trotzdem buddelt der U-Dax unverdrossen für die Wehrhahnlinie weiter, eine Pause darf er sich nicht gönnen. Nur die Autofahrer selbst können den drohenden Verkehrskollaps verhindern. „Lassen Sie das Auto zu Hause stehen! Fahren sie mit Bahn und Bus!”, appellieren Stadt und Polizei im Gleichklang an die Pendler und Einkaufskunden.
Stadt rät zu öffentlichen Verkehrsmitteln
Rolf Sander ist der Mann im Rathaus, der den gröbsten Schmutz wegkehren ließ. Der Abteilungsleiter für den Straßenbau hatte den Auftrag, vor dem Weihnachtsrummel möglichst viele Baustellen abzubauen. Immerhin: Die Absperrgitter auf der Hütten-und Flurstraße sind seit einigen Tagen weg, die Bauarbeiter haben sich verzogen - alles erledigt. Ebenso auf der Berliner Allee. Auch im Bereich Johannstraße/Ulmenstraße/Kennedydamm gibt es keine Behinderungen mehr. Der neue Asphalt ist längst getrocknet. Insofern freie Fahrt. Aber! Drei Nadelöhre bremsen die Autofahrer weiter aus.
Kasernenstraße: Sie ist eine der wichtigsten Ausfall-Straßen Düsseldorfs - und wegen der U-Bahn-Arbeiten nur eine Spur breit. Dauerstau von morgens bis abends. Selbst die Polizei- und Rettungswagen kommen kaum noch durch. Erst vor wenigen Tagen blieb ein DRK-Einsatzwagen für Intensivpatienten trotz Blaulicht und Sirene stecken - und musste schließlich umdrehen. Wichtiger Tipp: Wer nach dem Weihnachtseinkauf nach Hause will, sollte auf jeden Fall die Kasernenstraße meiden. Eine Ausweichmöglichkeit bietet die Berliner Allee.
Heinrich-Heine-Allee. Dort droht stadteinwärts immer wieder Stop and Go. Nicht nur wegen des Engpasses auf der Kasernenstraße. Auch das Linksabbiegen in die Theodor-Körner-Straße ist schwieriger geworden. Dort wurde den Autofahrern jetzt eine Spur weggenommen und zum Gehweg erklärt. Anders lässt sich der erwartete Ansturm der Fußgänger zum Weihnachtsgeschäft nicht bewältigen..
Am Wehrhahn: Die U-Bahn-Bauarbeiten haben sich verzögert, weil vor wenigen Wochen zu tief vor einem Wohnhaus gebuddelt worden war. „Das hat uns aus dem Plan geworfen”, so Rolf Sander. Jetzt wird ein neuer Kanal mit Pumpe gelegt. Autofahrer Achtung! Die Straße „Am Wehrhahn” ist voraussichtlich bis zum 11. Dezember zwischen Kölner Straße und Worringer Straße stadtauswärts für den Verkehr von 6- bis 15 Uhr gesperrt. Stadteinwärts geht es bis Höhe Oststraße die nächsten zwei Wochen nur einspurig voran.
Deshalb: Weit umfahren! Das Verkehrsmanagement rät Autofahrer im Osten davon ab, über die Bergische Landstraße in die City zu fahren. Besser ist der Umweg überdie A 3 und A 46 zur Berliner Allee.
Für die Fußgänger wurde die Kanal-Baustelle an der Flingerstraße weggeräumt. Trotzdem bleiben genug Hindernisse. Siehe Schadowstraße. Und: Der Ausgang in der Flinger-Passage zur Theodor-Körner-Straße ist gesperrt. Diejenigen, die sich nicht auskennen, müssen im Zick-Zack-Kurs zwischen Altstadt und Schadowstraße pendeln.
22:00
#1: Einfach wegbleiben ist sicher die falsche Strategie.
Dann können die Verkehrsplaner nämlich keinen Verkehr mehr beruhigen und so nichts für die Umwelt tun!
21:11
Was will man den in Duseldorf? Kein vernünftiger Mensch bewegt sich dort hin.
16:45
Na ja toll - Da wird sich der Handel in Düsseldorf ja mächtig freuen, wenn das Vorweihnachtsgeschäft derart unverschämt
behindert wird. Ich selbst meide schon seit Monaten wegen ständiger Bauarbeiten die Innenstadt und bin nach Köln ausgewichen.
Man fragt sich da oft, warum bei manchen
Straßenbaudisponenten der Verstand vorübergehend aussetzt. Auch witterungsbedingte Straßenbauverzögerungszeiten müssen einfach vorher einkalkuliert werden.
Aber die Herren Beamten und angestellten interessiert möglicherweise nicht, wie hart heute Geld verdient werden muss. Im öffentlichen Dienst erhält man sein Salär pünktlich aus der Stadt-/Staatskasse
16:45
ähm, einfach wegbleiben, dürfte die beste Strategie sein...