Dügida: Keine Demo an Rosenmontag

Foto: Franz Luthe
Was wir bereits wissen
Überraschung am Dienstagnachmittag: Die zunächst für Rosenmontag angemeldete „Dügida“-Demo ist gestrichen.

Düsseldorf..  Die „Dügida“-Demo ist abgesagt worden, und zwar von den Initiatoren selbst. Planerin Melanie Dittmer teilte mit, man lasse die wöchentliche Veranstaltung wegen des Karnevals ausfallen. Die Sorge sei gewesen, dass die Polizei „alle, die etwas getrunken haben, von vornherein abgewiesen“ hätte.

In der Woche darauf wolle man aber wieder demonstrieren. Ursprünglich hatte Dittmer ihre Anhänger aufgerufen, sich „an Rosenmontag als Terrorist zu verkleiden“. Die Rechtsradikale war am Dienstag noch um 12 Uhr zum Kooperationsgespräch ins Polizeipräsidium geladen worden.

Dittmer nahm den Termin nicht wahr. „Sie fehlte entschuldigt, die Absage kam per Mail“, sagte ein Polizeisprecher. Gleichzeitig habe sie in ihrem Schreiben ihr Vorhaben bekräftigt, an Rosenmontag demonstrieren zu wollen. „Nachdem wir ihr aber dann schriftlich die Absicht mitgeteilt hatten, die Demonstration unter den gegebenen Umständen zu verbieten, wurde die Anmeldung von der Verantwortlichen per Email zurückgezogen“, so die Polizei. Oberbürgermeister Thomas Geisel am Dienstagabend NRZ: „Ich möchte nicht bewerten, ob es Einsicht war oder man einem Verbot zuvorkommen wollte. Ich jedenfalls freue mich über die Absage.“

Indes erstatteten die Verantwortlichen im Wahlkreisbüro der Bundestagsabgeordneten Sarah Wagenknecht Anzeige gegen Unbekannt, nachdem auf das Büro an der Corneliusstraße nach der jüngsten Dügida-Kundgebung am Montag ein, so heißt es, „Anschlag“ verübt worden war. „Die Scheiben des Büros wurden in der Nacht mit einer Bierflasche eingeschlagen“, so ein Sprecher.