DNA-Spur führt nach sechs Jahren zum Prozess
18.02.2008 | 17:16 Uhr 2008-02-18T17:16:00+010024-Jähriger soll 2002 eine Studentin in ihrer Wohnung vergewaltigt haben.
Eine Tat von 2002 kommt demnächst vor das Landgericht: Ein heute 24-Jähriger soll in einer Februarnacht vor sechs Jahren eine Studentin verfolgt und sie in ihrer Wohnung vergewaltigt haben. Eine DNA-Spur führte die Ermittler zu ihm.
Laut Anklage soll der damals 18-Jährige kurz nach Mitternacht am 2. Februar der jungen Frau in der Simrockstraße nachgegangen sein. Vor ihrer Haustür habe er eine Pistole auf sie gerichtet und Geld gefordert. Dann habe er sie gezwungen, ihn in die Wohnung zu lassen, wo sie sich ausziehen musste. Während die Pistole auf dem Nachttisch lag, vergewaltigte er sie mehrmals.
Damals war der Täter unerkannt entkommen. Doch die Polizei konnte Spuren sichern, die zu dem jetzt Angeklagten führen. Seine DNA ist in der Polizei-Datei gespeichert, weil er vor drei Jahren wegen des Todes seiner vier Wochen alten Tochter vor Gericht stand.
Das Baby, das in Neuss lebte, war schwer misshandelt worden, hatte Schädelbrüche und Hirnblutungen. Die Eltern riefen erst Tage später den Notarzt, doch das Kind konnte nicht mehr gerettet werden. Weil sich die Mutter (20) und der damals 22-jährige Vater gegenseitig beschuldigten, konnte nicht festgestellt werden, wer die entscheidenden Schläge ausgeführt hatte. hatte. Das Gericht verurteilte beide wegen Kindesmisshandlung, die Mutter zu zwei Jahren vier Monaten, den Vater zu zwei Jahren acht Monaten.
Der Vergewaltigungsprozess beginnt am 8. April, ein Urteil soll am 11. April fallen.