Diskussion um „Jonges-Bäume“ im Ausschuss

Wenn der Stadt Spenden oder Geschenke gemacht werden, muss die Politik darüber abstimmen, ob diese angenommen werden. Deshalb standen gestern diverse Spenden für die Aktion „Neue Bäume für Düsseldorf“, mit der Neupflanzungen nach dem verheerenden Pfingstorkan „Ela“ finanziert werden, auf der Tagesordnung des Haupt- und Finanzausschusses. Die Politik nahm diese Spenden selbstverständlich dankend und einstimmig an. Doch der vom Heimatverein „Düsseldorfer Jonges“ gesammelte Beitrag in Höhe von stattlichen 65 000 Euro weckte die Aufmerksamkeit von FDP-Chefin Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Die Liberale pflegt ein nicht allzu entspanntes Verhältnis zu dem reinen Männerverein. „Muss jetzt an jedem Baum, den die gepflanzt haben, ein Schild mit der Aufschrift hängen ,Ich bin ein Düsseldorfer Jong?’“, fragte sie süffisant mit dem Hinweis auf ein Beispiel an der Weyhe-Allee. Zumal dann erst zu klären wäre, ob ein Baum männlich oder weiblich sei. „Die Sexologie des Baumes“, warf Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) ein und versicherte, dass ein derartiger Schilderwald nicht geplant sei. Das Schild an der Weyhe-Allee war ein Einzelfall aus Pappe – somit nicht von Dauer.