Die wollen doch nur spielen

Zum Thema verkehrstechnische Erschließung des Düsseldorfer Ostens schreibt uns ein Leser:

Nein, was haben wir gelacht. Aber der Tag ist ja auch dazu da. Am 1. April darf gelacht werden. Vor allem dann, wenn sich jemand derart aufs Glatteis begibt, dass man es kaum für möglich hält. Die Verlängerung der Wehrhahnlinie bis nach Knittkuhl sei geplant, meldete ein Teil der Düsseldorfer Presse und zeigte den OB Geisel mit unserem Vereinsvorsitzenden vor der Endhaltestelle, unserem Vereinsheim. Ob denn die U-Bahn das schaffen würde, den Gallberg heraufzufahren, fragte ein besorgter Bürger an. Seine Besorgnis war echt und wir konnten ihn beruhigen: April, April!
Im Nachhinein allerdings ist mir das Lachen vergangen, denn mittlerweile schwappen atemberaubende Lösungen über uns hinweg, die den (in 10 Jahren?) zu erwartenden Bevölkerungszuwachs auf dem Gelände der Bergischen Kaserne verkehrstechnisch bewältigen wollen. Eine Straßenbahnlinie bis Hubbelrath, aber wo soll die Trasse entlangführen? Durch die Vorgärten des Bergischen Viertels? Und wie überhaupt die Steigung überwinden?

Da kommt wieder der 1. April ins Spiel: Eine Tunnellösung wird angedacht und schließlich sogar eine Seilbahn bis auf den Gallberg vorgeschlagen. Mit einer Abzweigung zum Schlittenhang neben Görsmeier. Wintersport und Seilbahn – gehört doch irgendwie zusammen. Wenn man dann bedenkt, dass die Menschen von der vorgeschlagenen neuen, erst kürzlich ins Spiel gebrachten Autobahnauf- und abfahrt „Knittkuhl“ dann auch viel schneller im Wintersport- und Freizeitzentrum sein können, geht einem als Knittkuhler das Sportlerherz auf.

Ich möchte nur noch mal darauf hinweisen: Bis auf die U-Bahngeschichte ist das alles nicht erster April – das ist echt. Oder sollen wir’s nehmen wie bei den Hunden: Die tun nix, die wollen nur spielen??