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Die vergessenen Gaslaternen

29.01.2009 | 20:37 Uhr

KLIMASCHUTZ. Sie sind Energiefresser, gehören aber zum Stadtbild: Einige der traditionellen Straßenleuchten dürfen bleiben.

ALTSTADT/UNTERBILK. Sie gehören zum Stadtbild - und dürfen bleiben: Die historischen Gaslampen in der Altstadt, im Hofgarten und an der Lorettostraße. Aber nur, weil sie in der neuen Laternen-Verordnung der EU-Kommission offensichtlich vergessen wurden. Das nimmt Stefan Lorenz vom Amt für Verkehrsmanagement an: "Es wurde wohl nicht bedacht, dass es diese Lampen überhaupt noch gibt."

Jede Menge Lichtpunkte

Mitte März soll die Verordnung in Kraft treten. Die EU-Kommission möchte Energie sparen lassen, darum sollen lichtschwache Leuchtstofflampen und stromintensive Quecksilber-Dampflampen abgeschafft werden. Von diesen Bestimmungen sind in Düsseldorf nur 2500 Quecksilber-Laternen betroffen (5,5 Prozent vom Gesamtbestand). "Wenn nur die Lampe und das System umgewandelt werden muss, kostet das 180 000 Euro", rechnet Lorenz vor. Sobald jedoch die ganze Laterne ausgetauscht werden müsse, zum Beispiel wegen des Alters des Mastes, würde das für alle Laternen 1,8 Millionen kosten. Dazu hätte die Stadt aber noch bis 2015 Zeit. "Allerdings können nicht alle 17 000 Gaslampen behalten, denn schließlich soll das Klima ja geschont werden."

Insgesamt erstrahlen in Düsseldorf jede Nacht 62 000 Lichtpunkte. Dazu gehört die Beleuchtung von Straßen, Gebäuden und Kunstwerken. Davon sind 45 000 mit Strom betrieben. "Die Stadt ist mit den Elektrolampen ganz weit vorne", erklärt Werner Görtz vom Umweltamt. Im Gegensatz zu einer Gasleuchte, würden diese Lampen nur zehn Prozent der Energie verbrauchen.

Besonders stolz ist Görtz auf die Umrüstung von 40 Lampen in Leuchtdioden (LED). Das Pilotprojekt startete 2007 am Fleher Deich und an der Lippestraße am Hafen. Das Umweltamt beobachtet im Moment die Wirkung der Zukunftstechnologie und vielleicht wird bald schon die Joggingstrecke am Rheinufer mit LED beleuchtet.

JULIA KILLET

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Kommentare
04.03.2009
13:56
Die vergessenen Gaslaternen
von Bettina Grimm | #1

So, so. Herr Hörtz ist also stolz auf die LED-Leuchten. Mit Verlaub, die sind dermaßen furchtbar, sowohl in der Form als auch im Licht, dass man schreiend weglaufen könnte. Die Gaslaternen sind dagegen top in Schuss, sie geben qualitätsvolles Licht und sorgen für eine sehr angenehme Aufenthaltsqualität. Düsseldorf sollte damit Reklame machen, welche Stadt hat schon noch so einen Schatz? ...Köln schon lange nnicht mehr...! Qualität kostet eben etwas mehr als langweiliges Natriumdampflicht oder kaltweißes Geleucht aus Industriestrahlern. Hier ist Kulturgut vorhanden, das es zu erhalten gilt.
DÜSSELDORF MUSS GASLICHTSTADT BLEIBEN!

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