Die richtige Jury?

Zur Berichterstattung über den Kö-Bogen II erhielten wir folgende Zuschrift:

Im Jahr 2009 wurde der Entwurf vom Architekten Juan Pablo Molestina von der Jury der Stadt Düsseldorf zum Gewinner des städtebaulichen Wettbewerbs für den KÖ-Bogen II mit dem ersten Preis gekürt. Später reifte die Erkenntnis, dass mit den vorgesehenen Gebäuden, die Sicht auf die Solitärgebäude „Dreischeibenhaus und Schauspielhaus“ versperrt wird. Ein erneuter Architektenwettbewerb wurde veranlasst. Mit diesem Architektenwettbewerb erhielt der Architekt Ingenhoven mit einem 25 Meter hohen Gebäude und begrünter Fassade den Zuschlag.

Jetzt stellt sich heraus, dass für dieses Gebäude keine Wohnungen vorgesehen werden können, weil auf Grund der Gebäudetiefe zu wenig Licht in die Wohnungen gelangen würde und für die Fassade keine immergrüne Bepflanzung vorgesehen wird, weil beratenden Hochschulprofessoren dies nicht für empfehlenswert erachten.

Der Bürger ist über die Entwicklung etwas erstaunt und fragt sich, ob die von den Stadtpolitikern besetzte Jury sich nicht ausreichend beratend informiert hat lassen.

Es wird nicht bestritten, dass unsere Stadtpolitiker nur das Beste für die Stadt erreichen wollen. Aber die Frage ist erlaubt, ob auch zukünftig eine mit Ortspolitikern besetzte Jury die beste Lösung sein wird.