Die Rechte der Kunden

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aufhäuser und Fachgeschäfte locken schon seit Wochen zum großen Run auf reduzierte Waren. Bei Wintersachen, Stiefeln und Wintermänteln sinken die Preise, um Platz für Frühjahrs- und Sommerware zu schaffen. Doch trotz günstiger Angebote mit Preisnachlässen bis zu 50 oder gar 70 Prozent sollten Käufer prüfen, ob sie ein Schnäppchen ergattert haben und die Qualität auch immer stimmt. Wer bei der Winterjacke oder dem Pullover nach dem Kauf Macken entdeckt, kann auch reduzierte Artikel bei den Händlern beanstanden.

Zu Reklamation und Umtausch beim Ausverkauf von Saisonware hat die Verbraucherzentrale Düsseldorf folgende Tipps: Wurde eine falsche Größe gewählt oder passt die Farbe nicht, können Käufer nicht auf ein Umtauschrecht pochen. Sie sind auf die Kulanz der Händler angewiesen. Wer sich beim Kauf keinen möglichen Umtausch zusichern lässt, hat nichts in der Hand, falls Händler die Rücknahme der Ware bei Nichtgefallen verweigern.

Wenn die ergatterten Schnäppchen jedoch nicht in Ordnung sind, also ein Ärmel zu lang ist oder der Reißverschluss klemmt, haben Käufer klare Rechte. Weisen Neuerwerbungen Fehler auf, können zwei Jahre lang Ansprüche gegenüber den Verkäufern geltend gemacht werden.

Schalten Händler hierbei auf stur, müssen diese innerhalb der ersten sechs Monate nach dem Kauf nachweisen, dass einwandfreie Ware über die Ladentheke ging.

Ausgenommen von dieser Regel sind Fehler- oder B-Waren, wenn beim Kauf auf deren Mängel ausdrücklich hingewiesen wurde. Bevor Kunden den Kaufpreis eines fehlerhaften Artikels zurückerhalten oder auf einen Preisnachlass hoffen können, dürfen Händler die mangelhafte Ware in der Regel zweimal reparieren oder einmal für Ersatz sorgen. Kunden sollten den Einkaufsbon unbedingt aufbewahren, um bei Reklamationen nachzuweisen, wo und wann sie die Ware gekauft haben.

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