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"Die Pipeline darf nie in Betrieb gehen!"

29.04.2009 | 16:30 Uhr

Die SPD-Kandidaten Krick, Thiele und Ehlert appellieren an Landesregierung und Bayer: „Gebt dieses Projekt auf!”

Manfred Krick, Detlef Ehlert und Horst Thiele (von links) fordern: "Die Pipeline darf nie in Betrieb gehen!" Foto: Lars Heidrich

Die Haltung der SPD im Kreis Mettmann zur umstrittenen Kohlenmonoxid-Pipeline von Bayer ist, nachdem auch die Monheimer Sozialdemokraten auf Kurs sind, eindeutig: „Diese Pipeline darf nie in Betrieb gehen!” Das haben gestern Manfred Krick (Landrats-Kandidat), Horst Thiele (Bürgermeister-Kandidat in Hilden) und Detlef Ehlert (Bürgermeister-Kandidat in Erkrath) noch einmal deutlich gemacht. „Wir appellieren vor allem an die Verantwortung von Bayer”, sagte Manfred Krick an der inzwischen verbuddelten Pipeline am Hildener Südfriedhof. „Kohlenmonoxid muss dort verarbeitet werden, wo es produziert wird, statt es durch die Gegend zu transportieren.”

Doch von diesem Appell sind die Verantwortlichen beim Chemie- und Pharma-Riesen Bayer unbeindruckt: Sie haben einen Eilantrag gestellt, um die Pipeline möglichst bald in Betrieb zu nehmen. Anhörungen, bei denen es um die angeblich nachgebesserten Sicherheitsaspekte geht, gibt es dazu am 12. und 19. Mai vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf – in nicht-öffentlicher Sitzung. „Wir setzen auf das Gerichte, das hoffentlich wie wir der Meinung ist, dass die Sicherheitsbedenken noch nicht ausgeräumt sind”, so Horst Thiele.

Und während Manfred Krick vor allem die schwarz-gelbe Landesregierung in ihrer unnachgiebigen Haltung zur CO-Pipeline kritisiert und die Frage nach der positiven Haltung der SPD-Landtags-Fraktion zur Pipeline unbeantwortet lässt, findet Detlef Erkrath klare Worte: „Wir sind sehr enttäuscht von unseren Landtags-Kollegen. Die haben eine Interesse aus indutriepolitischer Sicht, müssen aber ein Gespür dafür bekommen, dass es nicht geht, einen so gefährlichen Stoff zu transportieren.”

Info
Bayer-Bilanz

Verlust in Kunststoff-Sparte

Beim Chemie- und Pharmakonzern Bayer hat die Wirtschaftskrise im ersten Quartal deutliche Spuren hinterlassen. Besonders betroffen ist die Kunstoff-Tochter Material Science, die für den Bau der Pipeline zuständig ist. Im Kunststoffgeschäft werden deutliche Einbußen verbucht, es wurden rote Zahlen geschrieben. „Eine solche Entwicklung haben wir bei Bayer noch nicht erlebt”, sagte Vorstandschef Wenning. ddp

Kritik wurde an den vier Kreis Mettmanner CDU-Landtagsabgeordneten geübt. Vor Ort setzten sie sich gegen die Kohlenmonoxid-Pipeline ein, hätten aber nicht den Mut, im Landtag gegen die Pipeline und ihre christdemokratischen Kollegen zu stimmen.

„Wir wiederholen noch einmal den Appell an die Landesregierung und die Bayer AG, dieses CO-Pipeline-Projekt aufgrund seiner offensichtlich nicht beherrschbaren Risiken aufzugeben”, zeigten sich Manfred Krick, Horst Thiele und Detlef Ehlert einig. Sie forderten alle Bürger auf, sich am Freitag, 1. Mai, ab 20 Uhr am Protestfeuer in Erkrath-Unterfeldhaus (Max-Planck-straße an der Mahnstelle) zu beteiligen.

Götz MIDDELDORF

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Kommentare
30.04.2009
00:27
Die Pipeline darf nie in Betrieb gehen!
von Werner Grade | #1

Die Pipeline sollte schon zu Ende gebaut werden,um den Steuerzahler nicht noch mehr zu schädigen.
Es sollte dann aber ein anderes Medium durchgeleitet werden, zB Rohöl, oder Erdgas.
Darauf deutet für mich auch vieles seit Langem hin.
Warum werden z.B. Schieberstationen einfach zugeschüttet wie z.B. Ratingen, Hilden und Berghausen?
Mit freundlichen Grüssen
Werner Grade
Der mit den 3.700 Bildern

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