Die Nacht der Kölner Literatur

Nicht nur beim Karnevalsgruß „Helau“ und „Alaaf“ sind sich die Kölner und Düsseldorfer uneins – die Rivalität zwischen den beiden Städten am Rhein ist so alt wie ihre Geschichte. Heute dient sie zum Glück vorrangig als augenzwinkernde Vorlage für heitere Neckereien. Die Stadtbüchereien Düsseldorf und das Literaturbüro NRW e.V. widmen zu Beginn der Düsseldorfer Literaturtage einen Abend ausschließlich Kölner Autorinnen und Autoren, die jeweils circa 30 Minuten aus ihren aktuellen Werken lesen.

Alt oder Kölsch

Zur Lesung gibt es wahlweise Alt oder Kölsch als zusätzliches Angebot an der „Lesefenster“-Getränkebar: Katinka Buddenkotte lebt als Kabarettistin und freie Autorin in Köln. Die Protagonisten ihres neuen Werks „Fortpflanzung nach Tagesform“ versuchen sich in der eigenen „Generation Unentschlossen“ zurechtzufinden und müssen dabei erkennen, dass weder Leben noch Familie wirklich planbar sind. Andreas Izquierdo schreibt Drehbücher und Romane, für die er bereits mehrfach ausgezeichnet wurde.

Romantische Liebe

In „Der Club der Traumtänzer“ fährt der erfolgreiche Frauenheld Gabor Schöning mit dem Auto die Direktorin einer Sonderschule an. Als Wiedergutmachung soll er den Schülern Tango beibringen. Die Kids stellen sein Leben auf den Kopf, und zu allem Überfluss verliebt er sich in eine Frau, die ihm nicht gleich zu Füßen liegt.

Hajo Steinert ist Leiter des „Kulturellen Wortes“ und der Buchredaktion des Deutschlandfunks. Mit seinem Roman „Der Liebesidiot“ liefert er einige bewegende Bekenntnisse eines Erotomanen, der von sexuellen Experimenten genug hat und nun unbeholfen seiner Sehnsucht nach romantischer Liebe nachgibt.

Die „Nacht der Kölner Literatur“ dauert bis etwa 22 Uhr und wird von Michael Serrer, Literaturbüro NRW e.V. moderiert. Der Eintritt ist frei und eine Anmeldung ist nicht erforderlich.