Die „Lebenshelfer“

Langenfeld..  Es ist Dienstag, 19.30 Uhr im Wohnheim der Lebenshilfe Langenfeld am Auguste-Piccard-Weg 21. Im Aufenthaltsraum im Erdgeschoss sind drei Tische voll besetzt. Etwa zehn bis 15 Bewohner aus dem Wohnheim, den Außenwohngruppen und dem Betreuten Wohnen haben sich mit drei ehrenamtlichen „Lebenshelfern“ versammelt. Die Würfel kullern mit Schmackes über die Tischplatten. „Der Spieleabend jeweils am dritten Dienstag im Monat ist eine willkommene Abwechslung für unsere Bewohner mit geistiger Behinderung“, sagt Erika Kerlin. Sie bildet mit Heinz Raschen und Ilse Hörhammer das ehrenamtliche Betreuungsteam an diesem Abend.

Ilse Hörhammer erzählt: „Den Spieleabend gibt es schätzungsweise schon drei Jahrzehnte. Aber wir kommen langsam in die Jahre, und es wäre schön, wenn sich weitere ehrenamtliche Helfer finden würden. Es ist ja nur einmal im Monat, und es macht viel Spaß.“

Das meist genutzte Spiel sei „Mensch ärgere dich nicht“, aber auch UNO, Memory, Domino und ein Froschspiel würden gerne gespielt.

Heinz Raschen ist seit über zehn Jahren dabei. „Als meine Frau vor zehn Jahren verstorben ist, habe ich für sie weitergemacht. Ich bringe auch selbst Spiele mit („Geisterschloss“, Kartenspiele, „Mikado“), hole die Bewohner von der Außenwohngruppe Kreuzstraße 21 ab und bringe sie zurück, weil dort meine Tochter wohnt.“

Manche Bewohner würden auch malen oder wollten einfach mal „andere Nasen“ sehen oder vielleicht nur reden. Der nächste Termin ist übrigens am Dienstag, 21. April, von 19.30 bis 21 Uhr.

Dankbarkeit

„Es gibt vielfältige Möglichkeiten, sich bei der Lebenshilfe ehrenamtlich zu betätigen, und wir versuchen, den Einzelnen nur wenig zu belasten, die Arbeit auf viele Schultern zu verteilen“, erklärt Stefan Stahmann, Wohnverbundleiter Langenfeld-Monheim.
Derzeit wird noch ein Fahrer gesucht, der alle 14 Tage mittwochs die Schwimmgruppe zum Bad an der Langforter Straße fährt. Die Aufgabe: Abholung um 18.15 Uhr vom Wohnheim Auguste-Piccard-Weg 21 und von der Außenwohngruppe Kreuzstraße 21, nach dem Ende der Schwimmstunde um 20 Uhr die Leute zurückbringen.

Für die Fahrten genügt ein normaler Pkw-Führerschein, sie werden mit den Kleinbussen der Lebenshilfe durchgeführt. Selbstverständlich seien die Fahrer über die Lebenshilfe unfallversichert.

„Dankbarkeit, Herzlichkeit und Freundschaft sind der Lohn für die ehrenamtliche Tätigkeit, bei der man nicht nur investiert, sondern auch viel zurückbekommt“, sagt das Helfer-Team unisono.

Wer Lust hat, sich für eine dieser Aufgaben einzubringen, meldet sich bei: Stefan Stahmann, (02173) 49978-11, E-Mail: Stefan.Stahmann@lebenshilfe-mettmann.de; oder Claudia.Luedtke, (02173) 49978-0, E-Mail: Claudia.Luedtke@lebenshilfe-mettmann.de.