Das aktuelle Wetter Düsseldorf 2°C

Kommentar

Die Kontrolle muss funktionieren!

23.02.2010 | 19:24 Uhr

Also doch! Auch hier wurde beim U-Bahn-Bau gepfuscht, manipuliert und gefälscht.

Die Politiker, die am Abend in einer Kleinen Kommission detailliert informiert wurden, zeigten sich betroffen. CDU–Verkehrsexperte Andreas Hartnigk. „Wir sind erschrocken.” SPD-Fraktionschef Markus Raub: „Wir erwarten hundertprozentige Aufklärung.”

Na klar, was sonst? Den Kern des Problems hat am ehesten der Verkehrsausschussvorsitzende Martin Volkenrath getroffen: „Die Bevölkerung zieht nicht mit, wenn beim U-Bahn-Bau die Sicherheit nicht voll gewährleistet ist.” Hier geht es vor allem um Vertrauen.

Düsseldorf hatte noch Glück, vielleicht sogar viel Glück. Denn die Unregelmäßigkeiten entlang der Wehrhahnlinie wurden nur deshalb festgestellt, weil vor einem Jahr in der Domstadt das Stadtarchiv einstürzte, mögliche Schlampereien beim U-Bahn-Bau die Kölner Ermittler auf den Plan rief und dort jüngst festgestellte Manipulationen erst Anlass für die hier angeordnete Sonderuntersuchung waren.

Bleibt die Frage: Werden Großbaustellen wie die Wehrhahnlinie ausreichend kontrolliert? Bisher war das offenbar nicht der Fall. Immerhin bemüht sich das Rathaus um Offenheit. Die gute Nachricht ist, dass noch Zeit ist, zu reagieren.

Michael Mücke

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/2636722/create

Neueste Aktivität
Aktuelle Fotos und Videos
Ina Müller in Düsseldorf
Bildgalerie
1 Kommentare 1
Karneval in Erkrath
Bildgalerie
Karneval in Erkrath
Bildgalerie
Aus dem Ressort
Drei Jahre Haft für Treppenstoß
Urteil
„Ich war das nicht!“ Dabei blieb der 26-Jährige auch im zweiten Prozess um den Stoß einer Seniorin (86) von der Treppe. Der junge Mann war deshalb wegen Raubes angeklagt. Zweifel an seiner Schuldfähigkeit räumte ein Sachverständiger jetzt aus, daher wurde er jetzt zu drei Jahren Haft verurteilt.
Mehr Bahnen für die Studenten
Verkehr
Für die Studenten der Heinrich-Heine-Universität gibt es jetzt bessere Anschlüsse an den öffentlichen Nahverkehr.