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Verbrechen

Die kleinste Spur soll den Mörder überführen

09.01.2009 | 17:08 Uhr

Eine DNA-Analyse könnte Aufschluss darüber geben, wer die 47-jährige Claudia D. im Hotelzimmer getötet hat.

Steht der Mord an der 47-jährigen Claudia D. vor der Aufklärung? Die kaufmännische Angestellte war am Sonntag in ihrem Hotelzimmer an der Birkenstraße getötet worden. Gestern abend wartete die Mordkommission auf Nachricht von den LKA-Spezialisten. Sie hatten die tatrelevanten DNA-Spuren ausgewertet, die rund um die Leiche sichergestellt worden waren.

Sollte dabei Gen-Material aus dem „persönlichen Umfeld” des Opfers gefunden worden sein, „sind wir einen wichtigen Schritt weiter”, berichtet Polizeisprecher Markus Niesczery. Dann gibt es einen Verdächtigen.

Die Kripo glaubt, dass es sich um eine „Beziehungstat” handelt. „Das heißt aber nur, dass Täter und Opfer sich kannten. Mehr nicht!”, machte Niesczery deutlich. Der Lebensgefährte der Getöteten, ein Handelsvertreter, will sich zum Zeitpunkt des Mordes in München aufgehalten haben. Angeblich hat er ein Alibi.

Die Mordkommission hat inzwischen alle Gäste erreicht, die sich im Hotel in Flingern aufgehalten hatten. Die Ermittlungen gestalteten sich schwierig, weil einige wieder abgereist waren. „Bis nach Polen mussten wir telefonieren”, so Niesczery. Jetzt ist die Gästeliste zwar abgearbeitet. Aber etwas Verdächtiges hatte niemand beobachtet.

Seit 13 Jahren lebte die gebürtige Düsseldorferin mit ihrem Partner in München. In vier Monaten wollten sie heiraten. Ihre Eltern in Düsseldorf besuchte sie regelmäßig, checkte stets im nahegelegenen Hotel „Kempe Comfort” an der Birkenstraße ein, zuletzt am 30. Dezember. Am 3. Januar kam es bei einer Familienfeier zu einem eher unbedeutenden Streit mit der Mutter. Am nächsten Vormittag rief der Vater seine Tochter im Hotel an. Sie verabredeten sich zum Essen zuhause. Das war das letzte Lebenszeichen. Sie kam nicht. Wenige Stunden später, um 18 Uhr, wurde sie tot aufgefunden. Tags darauf wollte ihr Partner sie am Münchener Flughafen abholen. Er wusste nicht, dass ihr Platz im Flugzeug leer war. Die Angehörigen hatten ihn nicht informiert. (M.M.)

Michael Mücke

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