Das aktuelle Wetter Düsseldorf 10°C
Gebühren

Die Friedhöfe werden teurer

15.11.2010 | 18:05 Uhr
Die Friedhöfe werden teurer
Die Kosten für die Friedhöfe steigen. Foto: Sergej Lepke / WAZ Fotopool

Düsseldorf. Eigentlich ist es doch eine gute Nachricht: Es sterben weniger Menschen in Düsseldorf, die Zahl der Bestattungen auf den 13 Friedhöfen sinkt.

Die Friedhofsverwaltung kommt aber mit den Kosten nicht mehr klar, weil logischerweise die Einnahmen für die Bestattungen zurückgehen. 2008 wurde gar ein Defizit von 88 000 Euro festgestellt. Gestern zog der Ausschuss für öffentliche Einrichtungen die Konsequenzen: Nächstes Jahr werden die Gebühren für Friedhöfe und Krematorium durchschnittlich um 5,26 Prozent erhöht.

Der Trend, dass die Beerdigungen zurückgehen, war schon seit längerem zu erkennen. 1992 wurden noch 7568 Verstorbene bestattet, dieses Jahr werden es etwa 5400 sein. Die Friedhofsverwaltung muss ihre aktuelle Kalkulation von 5800 Bestattungsfällen pro Jahr noch mal auf 5400 reduzieren. Zwar wird in Zukunft wieder mit einer leichten Steigerung gerechnet, ab 2017 aber, so die Prognose, wird die Zahl de Sterbefälle erneut sinken.

Das Düsseldorfer Krematorium hat es zudem mit privater Konkurrenz zu tun. Das Bestattungsgesetz lässt bereits seit 2003 auch privatrechtlich geführte Krematorien zu. Neue Anlagen sind in Wuppertal und Willich entsanden.

Eine Sargbeisetzung von Verstorbenen (über fünf Jahre) in einer Einzelgrabstätte wird künftig 628,70 Euro (bisher 510 Euro) kosten, in einer Wahlgrabstätte 917.02 Euro (statt 740 Euro). Für eine 20-jährige Belegungszeit kommen noch einmal knapp 878 Euro hinzu.

Eine Urnen-Beisetzung wird in einer Urnenrasengrabstätte mit 20-jähriger Pflege mit 1234,89 Euro (bisher 1200 Euro), auf der anonymen Wiese künftig mit 1079,39 Euro (bisher 1010 Euro) berechnet.

Michael Mücke



Kommentare
16.11.2010
17:42
Die Friedhöfe werden teurer
von BerndBruns | #1

Schnell sterben, bevor die höheren Gebühren berechnet werden.

Aus dem Ressort
Der ewige Kampf gegen die Langfinger
Kriminalität
Die Zahlen sind steigend und mittlerweile alarmierend hoch. Immer mehr Taschendiebe gehen auf Beutefang. Deshalb hat Innenminister Ralf Jäger jetzt die Aktionswoche „Augen auf und Tasche zu!“ gestartet. Auch das Düsseldorfer Präsidium am Jürgensplatz macht mit.
Chaos im Straßenbahn-Verkehr
Verkehr
Wegen eines Feuers im „Weißer Bär“ in der Düsseldorfer Altstadt mussten Straßenbahnen Umleitungen fahren. Mehrere Linien waren betroffen.
Aufwind für den Düsseldorfer Jobmarkt
Wirtschaft
Der Konjunkturmotor läuft jetzt wieder runder, die dunklen Wolken über dem Jobmarkt haben sich zumindest vorübergehend verzogen. Die Arbeitslosigkeit ist in der Landeshauptstadt kräftig gesunken und lag bereits im zweiten Monat in Folge unter den Vorjahreswerten.
Drogen an Minderjährige verkauft – Polizei nimmt Dealer fest
Festnahme
Er soll regelmäßig Drogen an Minderjährige verkauft haben. Am Montag nahm ihn die Polizei Düsseldorf schließlich auf frischer Tat fest. Der 26-Jährige hatte Cannabis an einen 17- und einen 19-Jährigen verkauft. Der junge Mann aus Meerbusch wird am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt.
Daimler-Mitarbeiter in Düsseldorf streiken für ihre Jobs
Fahrzeugindustrie
Noch ist das Sprinter-Werk in Düsseldorf Daimlers größtes Transporterwerk. Doch bis zu 1800 Stellen könnten von dort abgezogen und in ausländische Werke verlagert werden, befürchtet die IG Metall. Die Beschäftigen wehren sich, seit Dienstag auch mit Streik.
Fotos und Videos
Großbrand in Hilden
Bildgalerie
Feuerwehr
Rockerkrieg in NRW
Bildgalerie
Bilderchronik
Saisoneröffnung
Bildgalerie
Fortuna
NRZ Leser auf der Kirmes
Bildgalerie
Hinter den Kulissen