„Die Arbeitsbedingungen sind ideal“

Seit dem Umzug ins hochmoderne Zentrum für Operative Medizin II (ZOM II) sind viele Ärzte der Uni-Klinik begeistert. Das gilt auch für die Mediziner der HNO. „Im Umkreis von 200 Kilometern gibt es nichts, was dem nahe kommt“, sagt Klinik-Direktor Prof. Dr. Jörg Schipper über seine neue Arbeitsstätte.

Die Klinik verfüge jetzt über ideale Arbeitsbedingungen. Dabei steche die so genannte Intraoperative Bildgebung in der neuen HNO-Klinik hervor, sie erlaubt präziseste Navigation bei Hirnoperationen, große Flatscreens zeigen dem Operateur das Operationsfeld in höchster Auflösung.

Schipper, dessen Spezialgebiet die Schädelbasischirurgie ist, ist Chef eines erfahrenen Teams, das jährlich etwa 2600 Patientenbehandelt, ein Drittel davon Tumorpatienten. Der Mediziner, vom Magazin Focus auf der Liste der besten Ärzte Deutschlands platziert, kann mit Hilfe der Kollegen auch die anspruchsvollsten Eingriffe im gesamten HNO-Spektrum durchführen.

Der Umzug der HNO-Klinik in das 340-Betten-Zentrum für Operative Medizin II (ZOM II), in dem insgesamt – über alle Funktionsbereiche – rund 900 Menschen im Dienste der Patienten tätig sind, sichert HNO-Patienten im Großraum Düsseldorf eine optimale Versorgung. Ein Farb- und Leitsystem hilft Patienten sowie Besuchern bei der Orientierung, HNO-Patienten folgen den hellgrünen Leitschildern. Ein Patientenmanagement bietet weitere Orientierung.

Nach vielen (mageren) Jahren im 1907 erbauten Uniklinik-Gebäude „13.76“ finden Ärzte der HNO-Klinik im ZOM II nun ideale Arbeitsbedingungen vor. Hightech ermöglicht beste Diagnostik und erleichtert komplizierte Operationen. Die so genannte Intraoperative Bildgebung in der neuen HNO-Klinik erlaubt präziseste Navigation bei Hirnoperationen.

Schipper leitet selbst eine Gruppe der Deutschen Forschergemeinschaft in Bonn, die zum Ziel hat, gewebeschonende Operationen an der Schädelbasis zu erkunden. Das Spezialgebiet des 50-Jährigen die Schädelbasischirurgie.

Eine von vielen Spezialitäten der HNO-Klinik ist die Implantation von Cochlea-Implantaten. Fast 20 Prozent der Deutschen leiden unter einem eingeschränkten Hörvermögen. In den meisten Fällen kann den Betroffenen mit einem Hörgerät geholfen werden. Allerdings können bei fortschreitender Schädigung des Innenohrs selbst die besten Geräte an ihre Grenzen stoßen. „Implantierbare Hörlösungen, wie ein Cochlea-Implantat, können vielen Betroffenen zu einem hohen Maß an Hörfähigkeit und Lebensqualität verhelfen“, sagt Prof. Dr. Thomas Klenzner, Ärztlicher Leiter des Hörzentrums und stellvertretender Klinikdirektor der HNO-Klinik.