DGB-Chefin freut sich über Unterstützung durch den OB

Sigrid Wolf, Geschäftsführerin der DGB-Region Düsseldorf und Bergisches Land sowie Vorsitzende des Düsseldorfer DGB-Stadtverbandes.
Sigrid Wolf, Geschäftsführerin der DGB-Region Düsseldorf und Bergisches Land sowie Vorsitzende des Düsseldorfer DGB-Stadtverbandes.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Seit vielen Jahren hält ein Düsseldorfer Oberbürgermeister wieder das Grußwort bei der 1. Mai-Kundgebung. An diesem Tag startet der DGB auch ein Familienfest am johannes-Rau-Platz.

Düsseldorf..  Sigrid Wolf freut sich: Der 1. Mai bekommt mit der neuen Stadtführung wieder eine neue, größere Bedeutung. „Das gab es lange nicht mehr, dass der erste Bürger der Stadt zur unserer Mai-Kundgebung gekommen ist“, sagte die Geschäftsführerin der DGB-Region Düsseldorf und Vorsitzende des DGB-Stadtverbandes Düsseldorf. Sie freut sich, dass Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) am 1. Mai bei ein Grußwort hält. Seine beiden christdemokratischen Vorgänger Dirk Elbers und Joachim Erwin taten dies nicht, zuletzt sah man in den 90er Jahren Oberbürgermeisterin Marlies Smeets (SPD) auf der DGB-Bühne.

Und eine weitere Tradition lebt mit Düsseldorfs neuem Oberbürgermeister wieder auf: Der Arbeitnehmerempfang im Rathaus, unter Erwin schon boykottiert und unter Elbers 2009 abgeschafft. Zum Arbeitnehmerempfang hat Thomas Geisel für den 29. April ins Rathaus eingeladen. Für den Deutschen Gewerkschaftsbund sind das gute Signale für die Arbeitnehmer in der Stadt. Denn damit wird deutlich, dass deren Rechte wichtig sind, von der Stadtspitze ernst genommen und unterstützt werden.

Dass es anders als die weitläufige Meinung nicht so gut steht in Düsseldorf belegen Zahlen, die der DGB gestern vorlegte: Die Vollzeitbeschäftigung in Düsseldorf ist seit dem Jahr 2009 um 3,5 Prozent gesunken (minus 10 610), gleichzeitig stieg die Zahl der Teilzeitbeschäftigung um 34,2 Prozent (plus 28 713). Und mit 8,7 Prozent Arbeitslosenquote (Stand März 2015) liegt Düsseldorf über den Zahlen vergleichbarer Städte wie Frankfurt, Stuttgart, Hannover oder Nürnberg.

Kundgebung und Familienfest

Grund, für die vielfältigen Arbeitnehmerrechte wie Mindestlohn, geschlechtsneutrale Bezahlung oder die Verringerung der Arbeitslosigkeit auf die Straße zu gehen. Die Gewerkschaften machen dies traditionell am 1. Mai. Der DGB Düsseldorf und seine angeschlossenen Gewerkschaften starten am 1. Mai um 10 Uhr einen Demonstrationszug vom Gewerkschaftshaus (Friedrich-Ebert-Straße) bis zum Johannes-Rau-Platz, wo um 11 Uhr die Mai-Kundgebung startet. Nach Sigrid Wolf und Thomas Geisel hält Andrea Kocsis, die stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Verdi, die Mai-Rede.

Von 12 bis 15 Uhr ist dann das Familienfest, mit Spiel, Spaß, Aktionen, Leckereien und einem Gewerkschafter-Talk auf der Bühne. Mehr als 80 Organisationen, Verbände und Gruppen machen mit Ständen mit. „So viele wie noch nie“, freut sich Sigrid Wolf. Sie geht davon aus, dass wie im Vorjahr über den Tag verteilt 10 000 Besucher kommen. „Es dürfen aber gerne mehr werden...“