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Schnee im Berufsverkehr sorgte für Staus und Unfälle in NRW

14.01.2013 | 13:32 Uhr
Schnee gab es am Montagmorgen in einigen Teilen von NRW. Vor allem an Rhein und Ruhr sorgte das für erhebliche Probleme auf den Straßen.Foto: dpa

Essen/Duisburg/Vest.  Glatte Straßen haben am Montagmorgen den Verkehr in weiten Teilen NRWs erheblich gestört. Auch bei Bus und Bahn kommt es zu Verspätungen. Der WDR meldete am Morgen mehr als 400 Kilometer, vor allem an Rhein und Ruhr. In Essen räumte der Winterdienst Probleme ein: Die Räumfahrzeuge stehen im Stau.

Der Winter ist zurück. "Es schneit unter anderem am Rhein, in Düsseldorf, im Ruhrgebiet", erklärt Meteorologe Jürgen Weiß vom Wetterdienst Meteomedia am Montagmorgen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte, im südlichen Teil von NRW, unter anderem im Sauer- und Siegerland sowie im Märkischen Kreis, vor "markantem Wetter". Für den Rest von NRW gelten Wetterwarnungen. "Zwischen einem Hochdruckgebiet über Skandinavien und einem Tief über Westeuropa gelangt mit einer nordöstlichen Strömung kalte Luft nach Nordrhein-Westfalen", erklärt der DWD.

Kalt erwischt hatte der Schnee den Landesbetrieb Straßen.NRW: "Die Wetterdienste hatten zwei Zentimeter Schnee vorhergesagt, an Rhein und Ruhr waren es dann aber zehn Zentimeter", sagte Sprecher Bernhard Löchter. Die Räumdienste seien die ganze Nacht im Einsatz gewesen.

Schnee überrascht NRW

Doch der Schneeeinbruch am Morgen ließ das ausgestreute Salz auf den Straßen rasch unwirksam werden: "Dem sind wir anfangs nicht mehr Herr geworden", sagte Löchter. Insgesamt 700 Winterdienstfahrzeuge sind auf den Autobahnen und Landstraße in NRW im Einsatz. Bernhard Löchter: "Wir stellen uns für die nächsten Tag auf weiteren Schneefall ein".

Lastwagen mit Sommerreifen blockieren Straßen in Duisburg

Die meisten Autofahrer sind laut Polizei besonnen auf Schnee und Eis unterwegs gewesen. Die Leitstelle Dortmund meldete gegen 9 Uhr 15 Unfälle, etwas später wurde die Zahl auf "mehrere Dutzend" heraufgesetzt. In den Städten im Kreis Unna hatte es insgesamt 21-mal gekracht. Die Polizei im Kreis Mettmann zählte bis zum Mittag insgesamt 25 Verkehrsunfälle wegen Schnees und glatter Straßen; es sei bei Blechschäden geblieben. In Essen sei die Situation "harmlos", Bürger hätten bislang lediglich Streudienste angefordert, hieß es dort am Morgen. Aus Witten wurden 14 Unfälle im morgendlichen Berufsverkehr gemeldet, aus dem Rhein-Erft-Kreis insgesamt 23. In Meschede lagen bis 6.30 Uhr "keine Störungen" vor, dort hatte es auch nicht allzu stark geschneit.

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In Hagen wurden bei drei Zentimeter Neuschnee keine größeren Verkehrsbeeinträchtigungen gemeldet, der Niederrhein blieb vom Schnee weitgehend verschont. Im Kreis Gütersloh wiederum hatte es stärker geschneit. Dort zählte die Polizei am Montag 56 Karambolagen wegen des Schnees. Ein Glätteunfall mit zwei schweren Lastwagen und drei Autos richtete allein einen Schaden von 100.000 Euro an. Verletzt worden sei aber niemand. Nachdem ein Lkw auf einer abschüssigen Ausfahrt der A2 auf vorausfahrende Autos gerutscht war, gab es lange Staus.

Die Polizei Duisburg meldete am Morgen zahlreiche Blechschäden durch Auto-Karambolagen. Glatteis und zehn Zentimeter Neuschnee würden in der ganzen Stadt für Verkehrsprobleme sorgen. Die Polizei hat dort seit dem Morgen mit erheblichen Verkehrsbehinderungen zu kämpfen: Mehrere Lastwagen mit Sommerreifen waren auf den glatten Straßen an mehreren Stellen im Stadtgebiet stecken geblieben; schon leichte Steigerungen auf Brücken oder in Auffahrten wurden für sie zum unüberwindbaren Hindernis, erklärte ein Polizeisprecher. Die Fahrer müsste mit einem Bußgeld rechnen, möglicherweise sogar mit einer Anzeige, wegen erheblicher Verkehrsbehinderung.

Winter brachte doppelt so viele Staumeldungen

Der WDR meldete um 9 Uhr mehr als 400 Kilometer Stau in NRW, eine halbe Stunde danach sogar mehr als 450 Kilometer. Am Mittag beruhigte sich das Verkehrsaufkommen, gegen 11 Uhr wurden laut WDR noch etwa 150 Kilometer Stau auf den Autobahnen gezählt. In den Innenstädten an Rhein und Ruhr war allerdings auch da noch Schneckentempo angesagt. Kaum voran ging es am Morgen vor allem auf der A52 zwischen Düsseldorf und Essen. Auch auf Teilen der Autobahnen 40 und 57 stand der Verkehr: Besonders betroffen war der Raum Duisburg-Mülheim-Krefeld.

Weiße Überraschung

Die Autobahnpolizei in Düsseldorf sprach am Morgen von einer angespannten Situation auf den Straßen, insbesondere aus Richtung Ruhrgebiet und Wuppertal. Die Verkehrsleitstelle NRW der Polizei zählte gegen 9 Uhr insgesamt 80 Staumeldungen in NRW, eine halbe Stunde zuvor seien es insgesamt 100 gewesen; normal an einem Montagmorgen sei etwa die Hälfte. Dabei staute sich der Verkehr am Morgen vor allem auf den Autobahnen im westlichen Ruhrgebiet.

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Kommentare
16.01.2013
21:38
Schnee im Berufsverkehr sorgte für Staus und Unfälle in NRW
von mikell63 | #38

winterdienst in NRW is das letzte die bekommen ja nit mal die viel befahrene A3 von schnee frei

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Schnee im Berufsverkehr sorgte für Staus und Unfälle in NRW
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http://www.derwesten.de/staedte/duesseldorf/der-winter-ist-zurueck-warnung-vor-glatten-strassen-in-nrw-id7479152.html
2013-01-14 13:32
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