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Entsorgung

Der längste Müllwagen

23.07.2010 | 18:18 Uhr

Düsseldorf.XXL - diese Größe probiert jetzt auch die Stadtreinigung Awista und testet ihren bisher längsten Müllwagen: fast elf Meter lang und trotz der vier Achsen gut im Wenden. Ein Drittel mehr Abfälle passen in diesen Transporter. Insgesamt 15 Tonnen.

Und damit sind weniger Fahrten zur Müllverbrennungsanlage Flingern (MVA) nötig. Das spart Kosten und schont die Umwelt.

Ob sich der Müll-Lkw aber tatsächlich in Düsseldorfs oft engen Wohnstraßen bewährt, wird die Praxis zeigen. Getestet wird das Fahrzeug zurzeit in Derendorf und Golzheim, teilte gestern Awista-Geschäftsführer Henning Friege mit. Nach einem Jahr Probelauf wisse man mehr.

6600 Tonnen
Salz verbraucht

Konsequenzen zieht die Awista aus den Erfahrungen des besonders strengen Winters vor wenigen Monaten. Wie berichtet, ging in ganz Deutschland das Salz aus. Deshalb konnten hier an manchen Tagen nur noch gefährdete Straßenabschnitte und die Brücken gestreut werden. Um künftig Engpässe zu vermeiden, sollen die Vorratsspeicher von 2000 auf 3000 Tonnen vergrößert werden. Bis zum nächsten Winter lässt sich der Bau zusätzlicher Silos aber nicht realisieren, kündigte Björn Becker von der Geschäftsführung an.

Außerdem will die Awista von den Lieferanten bessere Zusagen bei Nachbestellungen. Allein im vergangenen Winter wurden 6600 Tonnen gestreut. Ein neuer Rekord. Des weiteren will das Unternehmen Baufirmen beauftragen, mit ihrem schweren Gerät beim Räumen zu helfen - wie zuletzt in Wittlaer.

Trotz der Wirtschaftskrise hat die Awista das vergangene Jahr relativ gut überstanden. Zwar sank die Abfallmenge, die zur MVA Flingern transportiert wurde, um fünf Prozent, zwar gab es gerade beim Gewerbe- und Industriemüll Einbußen von bis zu einem Drittel. Aber die Gesamtbilanz ist ausgeglichen. Der Jahresüberschuss fällt mit 9,3 Millionen Euro sogar etwas besser als 2008 aus.

Eines der Standbeine will die Awista weiter ausbauen. Sie betreibt landesweit eine der begehrtesten Werkstätten für Spezial-Lkw. Im Betriebshof am Höherweg warten die 55 Mitarbeiter Kanalwagen sogar aus Essen und Köln, ebenso die Kranfahrzeuge vom Technischen Hilfswerk oder das eine oder andere Feuerwehrautos. Alles, was schwer und kompliziert ist. Außerdem bietet das Management Service von Neubeschaffungen bis zur Schulung an.

Michael Mücke

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