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Der Kampf um die Gaslaternen

10.03.2011 | 18:31 Uhr
Der Kampf um die Gaslaternen
Düsseldorfs Gaslaternen sollen erhalten bleiben, fordert eine Initiative. Foto: Uwe Schaffmeister / WAZ Fotopool

Düsseldorf.Die Streiter für Düsseldorfs Gaslaternen geben nicht auf.

Den Abbau von 1400 Straßenleuchten in den nächsten fünf Jahren können sie nach der Entscheidung des Rates zwar nicht verhindern. Doch jetzt wollen sie wenigstens eine Garantie für die meisten der verbleibenden über 15 000 Gaslaternen.

Gespräche mit
der Politik

Düsseldorf, so die Initiative „Pro Gaslicht“, verfügt weltweit über das dichteste Gaslaternen-Netz. Die Initiative hält an ihrem Ziel fest, den Bestand in die Unesco-Weltkulturerbe-Liste für Industriedenkmäler eintragen zu lassen. „Dazu müssen wir aber wissen, in welchen Stadtteilen die Gaslaternen für immer stehen bleiben sollen“, erklärte der Sprecher der Initiative, Georg Schumacher. Man sei mit mehreren Politikern im Gespräch, um eine Einigung zu erzielen. Das städtische Verkehrsdezernat will möglichst viele Gaslaternen gegen energiesparsame Leuchten austauschen oder umrüsten.

„Uns ärgert, dass still, leise und heimlich sofort auf LED und Strom umgerüstet wird, wo eine Gaslaterne defekt geworden ist“, schimpft Georg Schumacher. Davon würden auch die historischen Lampen nicht ausgenommen.

Die Stadtwerke sollen sich mehr um die Pflege und den Erhalt der gasbetriebenen Straßenlaternen kümmern, fordert die Initiative. Das Versorgungsunternehmen teilte vor wenigen Tagen mit, dass zahlreiche Gaslaternen derzeit nicht funktionieren. Die Zahl der Reparaturfälle sei um das Vierfache gestiegen, meldet der Entstörungsdienst.

Probleme mi t
der Lieferung

Ursache dafür sind mangelhafte Zündglühstrümpfe aus Indien, die die Stadtwerker hier in den Laternen eingebaut hatten. Als die Lieferung eintraf, war der Fehler bei der Qualitätskontrolle nicht zu erkennen gewesen, erklärten die Stadtwerke. Es werde Wochen dauern, bis die kaputten Glühstrümpfe ausgetauscht sind.

Die Stadtwerke betonen in diesem Zusammenhang, dass sie nicht auf einen anderen Lieferanten zurückgreifen können, weil weltweit nur noch ein Werk in Indien die Glühstrümpfe herstellt. Initiativen-Sprecher Schumacher sieht darin aber kein grundlegendes Problem. „Das war eine fehlerhafte Charge, die ausgeliefert wurde. So etwas kann passieren.“

Michael Mücke

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