Depressionen sind Gift fürs Herz
13.03.2009 | 18:14 Uhr 2009-03-13T18:14:00+0100Mittlerweile erkrankt fast jede vierte Frau - und hat dadurch ein höheres Infarkt-Risiko. Neue Therapie erzielt mit Magnetwellen Erfolge. Symposium in Düsseldorf.
Die Zeiten sind düster, die Seelenlage vieler Menschen auch. Bis zu 25 Prozent aller Frauen (und 15 Prozent der Männer) leiden im Laufe ihres Lebens an einer Depression. Und es werden immer mehr. Am Wochenende laden die Rheinischen Kliniken Düsseldorf Ärzte zu einem Symposium, um über Fortschritte in Diagnose und Therapie zu berichten.
Depressionen sind Gift fürs Herz - so lautet eine neue Erkenntnis der Forschung, über die Dr. Joachim Cordes berichten wird. Er sieht in Depressionen einen eindeutigen Risikofaktor für einen Infarkt. Auch umgekehrt trifft zu: „Ein Herzinfarkt-Patient, der Depressionen bekommt, hat eine viel schlechtere Prognose für seinen Heilungserfolg.”
Bereits 2005 wurde in Düsseldorf das „Bündnis gegen Depressionen” gegründet. Vor allem deshalb: Depressionen sind meist von Vorurteilen begleitet, Betroffene müssen sich anhören, sich doch nicht so hängen zu lassen. Gleichzeitig wird die Krankheit von Hausärzten oft nicht erkannt. Da wird dann zwar das kranke Herz behandelt, aber nicht die eigentliche Ursache.
Vorgestellt wird am Wochenende auch eine erfolgversprechende neue Therapie, bei der Magnetwellen ganz bestimmte Bereiche des Gehirns stimulieren - und damit die Depression ausschalten.
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