Denkbar sind zwei Standorte für Dürerkolleg

Benrath/Bilk..  Die Stadt will schnell prüfen, wie hoch die Altlastenproblematik auf dem früheren Thyssen-Gelände an der Paulsmühlenstraße in Benrath ist und ob dort der Neubau für das Albrecht-Dürer-Berufskolleg realisiert werden kann. Bis das Ergebnis feststeht, soll das zuletzt für den Schulneubau vorgesehene Areal an der Völklinger Straße in Bilk freigehalten werden. Das sagte Planungsdezernent Gregor Bonin auf Anfrage der CDU. Die hatte der neuen Stadtregierung eine „Rolle rückwärts“ vorgeworfen. Diesen Vorwurf machte Wolfgang Scheffler (Grüne) auch den Christdemokraten.

Hintergrund ist, dass der Benrather Standort, der nun unter der rot-grün-gelben Stadtregierung unter Thomas Geisel (SPD) favorisiert wird, bereits vor zehn Jahren vom damaligen Oberbürgermeister Joachim Erwin (CDU) geplant war. Schwarz-Gelb war 2013 davon jedoch abgerückt, weil die Sanierung mit Blick auf die Altlasten im Boden als zu aufwändig eingestuft wurde.

Man einigte sich auf die Völklinger Straße. Auf diesem Areal soll nun jedoch Wohnbebauung realisiert werden. Deshalb habe sich die Spitze der Stadtverwaltung „für eine nochmalige Prüfung des Standortes in Benrath entschieden“, erklärte Bonin.

Die CDU warf der Ampel vor, den dringend nötigen Neubau zu verzögern. „An der Paulsmühle gibt es auch aus verkehrlicher Sicht ein Problem“, so Andreas Hartnigk (CDU). Der RRX-Halt werde, wenn überhaupt, erst 2020 kommen. Das Kolleg mit mehr als 4000 Schülern soll bereits 2018 in Betrieb gehen. Bonin betonte, dass die Situation auch über ein Verkehrsgutachten analysiert werden soll. „Wir werden unverzüglich alles in die Wege leiten“, sagte Geisel, um den avisierten Baubeginn 2016 möglichst halten zu können.