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Dauerthema S 8: Wenn die Enge in der Bahn nicht mehr zu ertragen ist...

21.01.2015 | 00:10 Uhr

Der Bericht „S 8: Jetzt werden Fahrgäste sogar abgewiesen“ aus der gestrigen Ausgabe der NRZ stieß bei unseren Lesern auf sehr große Resonanz. Hier eine Auswahl aus den zahlreichen Kommentaren im Internet:

Man bekommt, was man bestellt. Die Hersteller stehen unter Druck und kämpfen um jeden Auftrag, zumal noch weitere, in Westeuropa unübliche Hersteller auf den hiesigen Markt drängen. Bei Alstom gibt es den Triebzug mit und ohne Türen für den Triebfahrzeugführer drei-, vier-, fünf- und sogar sechsteilig mit unterschiedlichen Einstiegshöhen und mit oder ohne automatisch ausfahrbaren Trittstufen. Auch ein Bistroabteil soll schon gesehen worden sein.

Aber das mit den Bahnsteigkanten ist ein Witz! Man kann doch nicht jedesmal die Bahnsteighöhe ändern, wenn neue Züge gekauft werden. Und sollte mal aus Fahrzeugmangel ein Zug einer anderen Strecke eingesetzt werden, hat man wieder das Problem. Woanders schreibt man sowas in die Ausschreibung.

Übrigens: Die neuen Züge sind zum Großteil recyclebar...

UdoW123

Seit dem Einsatz neuer Zugwagen auf der S-Bahnlinie 8 hat sich die Situation im Hinblick auf Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Komfort dramatisch verschlechtert. Aufgrund zahlreicher Störungen, zumeist an den Türen, kommt es zu zahlreichen Zugausfällen und erheblichen Verspätungen. Werden die bisherigen, in meinen Augen besser konstruierten Wagen wieder eingesetzt, verbessert sich die Situation umgehend.

Ein Beispiel von vergangenen Dienstag, 13. Januar: Die S 8, planmäßige Abfahrt 8.18 Uhr ab Hochdahl S, wird bereits mit fünf Minuten Verspätung ausgewiesen. Gegen 8.23 Uhr rollt kein Doppelzug, sondern nur ein einfacher Zugwagen ein, das entspricht der Hälfte der Normalkapazität im Berufsverkehr, was an sich schon eine Zumutung ist. Die zahlreichen Menschen, die zusteigen wollen, verteilen sich auf die wenigen Türen und quetschen sich mit Mühe und Not in die übervolle Bahn. Mit weiterer Verspätung geht es nach Erkrath S-Bahnhof.

Dort eskaliert die Situation. Rund 30 Menschen kommen nicht mehr in den Zug, weil dieser überfüllt ist. Es kommt zu wiederholten Türstörungen, für die die neuen Bahnen sehr anfällig sind. Ein Bahnbediensteter versucht die Türen (gleich mehrere sind defekt) nach und nach zu reparieren – übrigens sicher kein Vergnügen für das Bahnpersonal, mein Beileid. Ältere Menschen können die Enge im Zug nicht mehr ertragen und steigen aus. Als der Zug gegen 8.41 Uhr Erkath verlässt, bleiben rund 30 Menschen freiwillig oder unfreiwillig in Erkrath zurück. Wird so der Transportauftrag erfüllt?

Mit rund 20 Minuten Verspätung rollt die S 8 nach 8.49 Uhr in Düsseldorf Hbf ein. Der Lokführer gibt bekannt: „Wegen übergroßer Verspätung endet diese S-Bahn außerplanmäßig in Düsseldorf Hauptbahnhof.“

Von Service keine Spur.

pauli234

Ein Zitat aus dem Text: „Darin stünde, dass die neuen Züge noch nicht komplett ausgeliefert seien, dass dies aber bald geschehen werde. Zudem bedankt sich das Unternehmen darin, dass Herr Schiller die umweltfreundliche Deutsche Bahn weiterhin nutzen wolle. „Die haben meinen Brief gar nicht gelesen – unfassbar!“

Es sollte doch nicht wundern. Es ist wie an allen anderen wichtigen Positionen in großen Unternehmen, an denen man etwas zu sagen und leider oft auch zu entscheiden hat, aber keinen wirklichen Plan hat, weil Schreibtischtäter, die sonst selber immer im dicken Wagen unterwegs sind und keine Pragmatiker, die wissen, wo es brennt und vor allem, warum es brennt.

John_Sheppard

Hier hat mal nicht die DB die Schuld, sondern der VRR als Besteller. Der VRR hat die Vorgaben erstellt, die bei der Ausschreibung um die Strecke zu berücksichtigen war. Jeder Anbieter hat sein Konzept vorgelegt. Die DB, man staune, war der günstigste Anbieter. Das hat aber seinen Preis. Die Züge sind schlicht billig und orientieren sich nicht an den Wünschen der Fahrgäste, sondern allein an den Vorgaben des VRR. Der VRR müsste zusätzliche Leistungen bestellen. Das wird der VRR aber kaum tun. Zu teuer. Mit den Türen kann auch die Eurobahn ein Lied singen. Die Züge haben schlicht zu wenig Türen. Mehr sind bei dem Preis nicht möglich. Der Lokführer muss erst durch den Fahrgastraum, weil er keine eigenen Türen hat. Bei Störungen im Berufsverkehr unzumutbar.

Die Rollstuhlfahrerrampe ist eine einfache Blechkonstruktion, die vom Lokführer von Hand angelegt werden muss. Genial.

Die Toiletten stehen im Durchgang im Weg. Die Leute bleiben in den Türen stehen und gehen nicht in den Zug.

SamMelone

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2015-01-21 00:10
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