Das Lörick-Karree wiederbeleben

Lörick..  Die Sorge um das Einkaufszentrum „Lörick-Karree“ beschäftigt seit fast drei Jahren die Bürger des Stadtteils und auch die Politik. Jetzt kommt Bewegung in die Absicht des neuen Eigentümers, der Eisele Real Estate GmbH, das Zentrum nach Abriss der Altbauten neu zu ordnen. Denn heute steht der Auslobungstext für ein Gutachterverfahren zur „Revitalisierung des Lörick-Karrees“ auf der Tagesordnung der linksrheinischen Bezirksvertreter. Demnach werden jetzt fünf Planungsbüros beauftragt, ein Konzept für ein Quartierszentrum als generationsübergreifenden Treffpunkt für Lörick zu entwickeln. Vorgesehen ist ein Nutzungsmix aus Bestands- und neuen gewerblichen Mietern sowie Wohnungen. Start für das Gutachterverfahren ist am 1. April. Die Fäden des Verfahrens laufen im ehemaligen Supermarkt des Lörick-Karrees zusammen.

Die linksrheinischen Bezirksvertretern werden heute über das Verfahren informiert. Eine kontroverse Diskussion ist nicht zu erwarten, weil alle froh sind, dass die im vergangenen Jahr eingeläutete Aufwertung des Zentrums einen Schritt weiter kommt. „Wir haben keine Probleme, den Auslobungstext zu akzeptieren“, sagt Bezirksvorsteher Rolf Tups. „Denn lange Zeit waren wir ratlos, wie das nach Aufgabe des Supermarktes an Zugkraft verlorene Löricker Einkaufszentrum neu belebt werden könnte.“ Immerhin stehen mehr als die Hälfte der Geschäfte leer. Nur noch Arztpraxis, Apotheke, Blumenladen, Reinigung und Second-Hand-Laden für Kinderkleidung halten die Stellung. Die Sorge der Eigentümergemeinschaft des benachbarten Hochhauses, das ihre Interessen unberücksichtigt bleiben, ist ausgeräumt. Im Auslobungstext heißt es eindeutig, dass zum „Lörick-Karree“ auch die Wohneigentümer und die acht gewerblichen Mieter im Hochhaus gehören.“ Erleichterung bei der Eigentümergemeinschaft. „Wir gehören auf jeden Fall dazu“, hatte Vorsitzender Manfred Burckhardt appelliert.

Im vergangenen Jahr hatte Andreas Eisele, der neue Besitzer des Lörick-Karrees, die Bürger eingeladen, unter Anleitung des Architekten Harald Klose Vorschläge zur Belebung des Einkaufszentrums zu machen. Bis zu 60 Personen, aufgeteilt in drei Arbeitsgruppen, übernahmen einen Tag lang die Rolle von Stadtplanern, erstellten Pläne und bestückten sie mit Modellen. Ihre Anregungen wurden in das Gutachterverfahren aufgenommen. So ist wie gewünscht ein Lebensmittelgeschäft als Kombination aus Vollsortiment und dem Bio- und Spezialitätenbereich vorgesehen, ebenfalls ein Café mit Terrasse. und Dienstleistungangebote wie Schumacher, Post, Bankautomat, öffentliche Verwaltung/Bürgerbüro. Ergänzende Angebote könnten in den Obergeschossen entstehen. Zum Beispiel Fachärzte Pflegeangebote und barrierefreie Altenwohnungen. Gewünscht ist auch eine stärkere Verbindung zum Einzelhandel im Erdgeschoss. Denn die 95 Stellplätze der Tiefgarage, 66 sind dem Hochhaus zugewiesen, soll erhalten und mit einem mehrgeschossigen Neubau unter Berücksichtigung der Nachbarrechte überbaut werden.