„Das ist nicht mehr auszuhalten“

Eller..  Der Protest der Anwohner der Marburger Straße, der Sturmstraße und des Dillenburger Weges wächst. Sei nunmehr drei Jahren fahren jeden Morgen ab 5 Uhr die LKW durch ihre Siedlung. Ziel der schweren Fahrzeuge ist das Logistik Zentrum am Dillenburger Weg. Die Anwohner beklagen durch die ständigen Erschütterungen an vielen Stellen Straßenschäden, Schäden an den Gehwegen und Risse im Mauerwerk.

Viel mehr stößt den Anwohnern aber die Luft- und Lärmbelästigung in der Siedlung bitter auf – und natürlich die Angst um die Kinder, die morgens im Wohngebiet auf dem Weg zur Schule, zum Kindergarten oder zum Spielplatz sind. Zwischen den Fahrspuren und den Gehwegen gibt es keine Sicherheitsstreifen.

Am Samstag lud die SPD Eller zu einem Treffen mit der Bürgerinitiative Logistik Zentrum Dillenburger Weg in das SPD Bürgerbüro. Dort informierte der erste stellvertretende Bezirksvorsteher im Stadtbezirk 8, Herbert Prickler, die Bürgerinnen und Bürger darüber, dass die Firma Segro, der das Logistik-Zentrum gehört, derzeit kein Interesse an der Verlagerung des Standortes habe. Ferner informierte er darüber, dass das Bauamt in Zusammenarbeit mit dem Umweltamt die Prüfung des Standortes abgeschlossen hätte. Eine Versagung der Genehmigung für das Logistik-Zentrum sei rein aus rechtlichen Gründen nicht möglich gewesen, es seien jedoch von Seiten des Logistik Zentrums zusätzliche Lärmschutzmaßauflagen zu erfüllen. „Wenn die Firma nun diese Aussagen erfüllt, muss das Bauamt die noch ausstehende Genehmigung erteilen“, so Herbert Prickler. Auch Prickler zeigte sich enttäuscht, dass die Prüfung des Genehmigungsantrages so viel Zeit in Anspruch genommen hat. „Unsere Einladung zum Gespräch hatte jedoch nicht das Ziel, die Mitglieder der Bürgerinitiative zu beschwichtigen. Vielmehr wollen wir gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern Wege suchen,den Schwerlastverkehr aus der Siedlung zu holen“, erklärte der erste stellvertretende Bezirksvorsteher.