Das höchste Wohnhaus Düsseldorfs entsteht im Quartier Central
09.02.2012 | 18:08 Uhr 2012-02-09T18:08:00+0100
Düsseldorf.Die Renommier-Objekte in Köln und München ließen sich bestens vermarkten. Jetzt baut „Pandion“ seinen dritten Wohnturm der Luxusklasse im Quartier Central auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Derendorf.
Mit 110 Einheiten in 19 Geschossen ragt der Riese 61,25 Meter Richtung Himmel und wird damit das höchste Wohngebäude der Stadt. Rechts und links davon entstehen zwei siebenstöckige Häuser mit weiteren 53 Einheiten, auf der Ostseite Richtung Toulouser Allee auf 8400 Quadratmetern Büroflächen. Ab 2013 sollen gleich nebenan zwei weitere Wohntürme ähnlicher Art entstehen.
Die Gestaltung des Hochhauses „D’OR“ ist aus einem Wettbewerb mit neun namhaften Architekturbüros hervorgegangen, den die Düsseldorfer „HPP“ gewannen. Die Fassade zeigt sich weiß getüncht, die nach Süden und Westen ausgerichteten Wohnungen haben alle einen Balkon oder eine Loggia von mindestens zehn Quadratmetern. Die Deckenhöhe der Räume beträgt 2,70 Meter, zur Grundausstattung zählt unter anderem ein massiver Parkettboden. Ab dem achten Stock reicht der Blick aus dem Fenster bis in den Medienhafen.
In der Lobby wird ein Concierge-Service eingerichtet. Über den können die Wohnungsbesitzer sich ab 30 Euro im Monat zum Beispiel die Autowäsche, das Hemdenbügeln, Reservierung von Theaterkarten, Blumengießen oder das Auffüllen des Kühlschranks organisieren lassen.
Vermarktung gestartet
Um eine möglichst breite Klientel anzusprechen, schwankt die Quadratmeterzahl der Eigentumswohnungen zwischen 55 und 400. Die Preisspanne bewegt sich von 2800 bis 6100 Euro je Quadratmeter, für die Penthouses in höchster Höhe sind 10 000 Euro zu berappen. Gestern hat „Pandion“ die Vermarktung gestartet. „Wir hatten bereits im Vorfeld 450 Anfragen, 15 Einheiten sind schon fest gebucht. Wir sind mehr als zuversichtlich“, sagte „Pandion“-Gesellschafter Reinhold Knodel. Baustart für „D’OR“ ist in diesem Sommer, die Fertiggestellung fürs dritte Quartal 2014 geplant, das Investitionsvolumen für alle drei Türme beträgt rund 75 Millionen Euro.
Ursprünglich sollten an dieser Stelle Bürohäuser entstehen, auch als Lärmschutz hin zur Bahntrasse, ehe man sich wegen der größeren Nachfrage fürs Wohnen entschied. „Beim Bau der Toulouser Allee wurde Flüsterasphalt verwendet. In Nähe des Hauptbahnhofs fahren die Züge langsamer und sind deshalb leiser. Außerdem gibt’s Schallschutzfenster der neuesten Generation. Von Lärmbelästigung kann hier keine Rede sein“, beteuerte Knodel.
Wie schon bei anderen Bauprojekten, kam auch bei diesem Kritik von SPD und Grünen: Wegen des Mangels an preisgünstigen Wohnungen in der Stadt hätte man den Investor im Vorfeld verpflichten sollen, mindestens 20 Prozent der Fläche als „bezahlbare Mietwohnungen“ zur Verfügung zu stellen.
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