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Das Dreischeibenhaus bekommt zwei Dachterrassen und 3000 neue Fenster

15.12.2011 | 18:49 Uhr
Das Dreischeibenhaus bekommt zwei Dachterrassen und 3000 neue Fenster
In diesem Jahr hat die Momeni GmbH das Dreischeibenhaus in Düsseldorf für 72 Millonen Euro erworben. Hinter Momeni steht die Familie Schwarz- Schütte. Im Bild: Patrick Schwarz-Schütte. Foto: Kai Kitschenberg / WAZ FotoPool

Düsseldorf.   Für 220 Millionen Euro will Ex-Pharma-Unternehmer Patrick Schwarz-Schütte das Dreischeibenhaus zu einem hochmodernen Bürostandort umbauen. Wer in das Düsseldorfer Wahrzeichen – bis 2010 Sitz der ThyssenKrupp AG – ziehen will, muss bis zu 30 Euro Miete pro Quadratmeter zahlen.

Der Panoramablick aus den Fenstern im 20. Stock ist schlichtweg atemberaubend. Das Auge schweift zur Düsseldorfer Altstadt, dann über den Fluss ins Linksrheinische, hin zur Arena und bis nach Meerbusch und Neuss. Bei klarer Sicht ist von hier aus sogar der Kölner Dom zu erspähen. „Auch das macht die Einzigartigkeit dieses faszinierenden Objekts aus“, schwärmt Ex-Pharma-Unternehmer Patrick Schwarz-Schütte. Mit der Hamburger „Momeni Projektentwicklung“ hat er bekanntlich das Dreischeibenhaus gekauft. 220 Millionen Euro pumpen die Investoren in das Düsseldorfer Wahrzeichen, um hier einen hochmodernen Bürostandort zu etablieren.

Fertigstellung Ende 2013 geplant

„In meinem Geburtsjahr 1956 wurde mit dem Bau des Dreischeibenhauses begonnen. Die Architektur ist zeitlos spektakulär geblieben und die Vermarktungsmöglichkeiten in zentraler Lage sind lukrativ“, beschreibt Schwarz-Schütte seine Motivation für das Projekt, das zum Großteil von zwei Banken vorfinanziert ist.

Dreischeibenhaus Düsseldorf

In dem 96 Meter hohen Gebäude mit seinen 26 oberirdischen Stockwerken und der markanten Architektur soll Büroraum auf einer Fläche von 30.000 Quadratmetern für 1000 bis 1500 Mitarbeiter entstehen. Gleich nach dem Jahreswechsel ist Umbaustart, die Fertigstellung haben die Macher für Ende 2013 geplant.

Weil Thyssen-Krupp nach seinem Wegzug eine veraltete Heiz- und Haustechnik hinterlassen hat, sind die hohen Investitionen notwendig. Alle 3000 Fenster, die derzeit nicht zu öffnen sind, werden gegen moderne ausgetauscht.

Die Sanierung erfolgt nach „Green Building“-Kriterien, die eine besondere Energie-Effizienz ermöglichen. Beispiele dafür sind das raumweise regulierbare Heiz- und Kühlsystem sowie die Präsenzmelder für die Arbeitsplatzbeleuchtung, die automatisch erlischt, sobald das Büro verwaist ist. Die Nebenkosten sollen von bislang acht auf vier bis fünf Euro pro Quadratmeter sinken. Die Etagen werden großräumig und Licht durchflutet gestaltet, sind aber auch nach individuellen Wünschen abtrennbar.

Zwei riesige Dachterrassen mit spektakulärem Ausblick

Ein Schokoladenmodell des Düsseldorfer Dreischeibenhauses. Bis Ende 2013 soll es fertig saniert sein. Foto: dapdFoto: dapd

Ganz hoch oben entstehen zwei je 300 Quadratmeter große Dachterrassen mit spektakulärem Ausblick. Eine davon dürfen alle Mieter nutzen, zur Bewirtung der Kunden gibt’s dort auch eine Teeküche. Das Dreischeibenhaus erhält eine zweigeschossige Lobby mit einer repräsentativen Vorfahrt. Eine private Tiefgarage bietet 260 Autos Platz.

Potenzielle Mieter für das Renommier-Objekt sind Anwalts-Sozietäten, Beratungsfirmen und Finanzdienstleister. Die müssen die Premium-Miete von 25 bis 30 Euro pro Quadratmeter zahlen. „Wir haben schon viele Anfragen. Mit allen seinen Vorteilen ist das Dreischeibenhaus absolut konkurrenzlos“, demonstriert Ali-Reza Momeni Zuversicht.

Die offizielle Vermarktung startet Anfang 2012. Dazu existiert ein kurzer Animations-Film. Der zeigt das künftige Dreischeibenhaus und sein Umfeld, ohne Tausendfüßler. „An solch exponierten Stellen halte ich es für besser, wenn der Verkehr unter die Oberfläche verbannt wird“, betonte Schwarz-Schütte.

Rüdiger Hoff

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