Das Christkind ist in Düsseldorf noch unterwegs

Corrie Voigtmann überbringt einer mazedonischen Flüchtlingsfamilie die Geschenke.
Corrie Voigtmann überbringt einer mazedonischen Flüchtlingsfamilie die Geschenke.
Foto: OH
Was wir bereits wissen
Corrie Voigtmann aus Hellerhof organisiert für jeden der 1900 Asylbewerber in der NRW-Landeshauptstadt ein Geschenk. Auch, wenn Weihnachten längst vorbei ist.

Düsseldorf..  Weihnachten ist vorbei, doch das Christkind hat immer noch zu tun. Corrie Voigtmann, Vorstandsmitglied des Flüchtlingsrat Düsseldorf, ist unermüdlich dabei, alle 1900 Asylbewerber in der Stadt mit einen Geschenk zu erfreuen. Die Ehrenamtlerin aus Hellerhof stellt sich seit den 90erJahren der Aufgabe, Asylbewerber zu betreuen.

Damals wurde ein Wohnschiff im Hafen für Asylbewerber genutzt und Corrie Voigtmann erinnert sich noch an die schönen Nachmittage, die am 1. Weihnachtsfeiertag für die Bewohner gestaltet wurden. Die Aufgabe ist im Laufe der Jahre nicht einfacher geworden: Waren es Weihnachten 2013 noch rund 1200 Asylbewerber in etwa 20 Unterkünften, wurden 2014 schon 1900 Geschenke an Menschen in 36 Unterkünften verteilt.

Mit dem Ablauf zufriede

Aber kein Christkind schafft diese Herausforderung alleine und so haben auch bei der letzten Aktion viele Düsseldorfer gezeigt, was Hilfsbereitschaft und Integration für sie bedeutet. Da gab es ein Cafeteria-Team, das ihr Trinkgeld spendete; Kirchengemeinden, die Pakete für komplette Flüchtlingsunterkünfte gepackt haben und Schüler, Firmen und Sportvereine lieferten Geschenke in großer Zahl. Die Geschenke wurden ganz persönlich auf die Beschenkten abgestimmt. Männer und Frauen erhielten individuelle Päckchen und bei Kindern wurde darauf geachtet, dass das Geschenk auch für das Alter passt. Wenn dann durch ein Versehen doch mal eine Puppe im Päckchen für einen zehn-jährigen Jungen war, tauschte das Christkind das Geschenk rasch um. Die Organisation war eine echte Herausforderung, da sich die Belegungen der Unterkünfte ständig verändern. Familien werden abgeschoben oder ziehen um und andere kommen ganz neu an.

Corrie Voigtmann ist mit dem Ablauf zufrieden. Jetzt zum Abschluss der gelungenen Aktion ist es ihr noch ein großes Bedürfnis allen Helfern und Spendern zu danken, denn ohne sie wäre all das nicht möglich gewesen.

Dabei hofft sie weiterhin auf Unterstützung. Die weiter wachsenden Asylbewerberzahlen verheißen für das nächste Weihnachtsfest nochmal eine erhebliche Steigerung. Aber die Erfahrungen lassen optimistisch in die Zukunft blicken: In Düsseldorf ist jeder willkommen, und dieser Aufgabe stellt sich nicht nur das Christkind.